„Mathis ist eine Waffe“

Julian Schauerte freut sich auf das Zusammenspiel mit Mathis Bolly. Der 26-jährige Rechtsverteidiger ist überzeugt, dass die Mannschaft an ihre stärksten Phasen anknüpfen kann, da neben Bolly auch einige andere wichtige Spieler aus Verletzungspausen zurückkehren.

Estepona..  Es war ein abwechslungsreiches erstes Halbjahr, das Julian Schauerte bei Fortuna erlebte. Der gebürtige Sauerländer hat zwar sein fußballerisches Rüstzeug bei Bayer Leverkusen erhalten, so dass das Rheinland ihm nicht gänzlich fremd war – dennoch war der Sprung aus dem beschaulichen Sandhausen, wo er fünf Jahre lang gespielt hatte, nach Düsseldorf ein sehr großer.

Grundsätzlich ist ihm dieser Sprung gut gelungen. „Ich konnte schließlich nicht damit rechnen, mich sofort in der Startelf zu etablieren“, berichtet er. „Dass ich meistens dabei war, ist also schon ein großer Erfolg. Dennoch muss ich sagen, dass ich einige Spiele dabei hatte, in denen ich defensiv besser hätte stehen können. Ich will da auch gar nichts auf meine Vorderleute schieben – das hätte ich schon selbst noch besser machen können.“

Selbstkritische Sätze wie diese sind typisch für den bodenständigen Abwehrspieler mit Stürmerherz. Das Umfeld muss passen, damit er Leistung bringen kann – deshalb ist er fünf Jahre beim SV Sandhausen geblieben und nicht der Verlockung erlegen, ständig etwas Neues auszuprobieren. Und deshalb blühte er auch noch einmal richtig auf, als seine Freundin, die wegen ihres Studiums zunächst im Südwesten geblieben war, endlich zu ihm nach Düsseldorf nachzog. In Fortunas Mannschaft fühlt sich Schauerte ebenfalls sehr wohl, und vor allem ist er von ihrem Können überzeugt: „Wir wussten immer, dass wir Qualität haben und sind froh, dass wir das in den Testspielen hier in Spanien zeigen konnten.“

Einen Kollegen hebt er dabei besonders hervor: Mathis Bolly, der beim 1:2 gegen den FC Basel eine überragende Partie abgeliefert hatte. „Mathis ist eine absolute Waffe“, sagt Schauerte über den ivorischen Nationalspieler, mit dem er auf der rechten Seite ein schnelles und effektives Tandem bildete. „Er kann mit rechts und links schießen, über beide Seiten mit einem unglaublichen Tempo angreifen. Ich habe im Training schon oft gegen ihn gespielt, und weiß, dass er kaum zu stoppen ist.“

Individuelles Trainingsprogramm

Die Mannschaftskollegen sähen es auch absolut ein, dass Bolly wegen seiner anfälligen Muskulatur ein individuelles Trainingsprogramm fahre: „Das ist eine Notwendigkeit, die wir gern mitmachen. Es hilft uns doch allen, wenn Mathis richtig fit ist.“

Da neben Bolly auch einige andere wichtige Spieler aus Verletzungspausen zurückgekehrt sind, geht Julian Schauerte zuversichtlich in die zweite Saisonphase. „Trainer Oliver Reck hat vom ersten Tag nach der Winterpause an die Devise vorgegeben, dass wir mit Selbstvertrauen an den Offensivfußball anknüpfen sollen, der uns Mitte der Hinrunde so stark gemacht hat“, berichtet der 26-Jährige. „In den letzten Spielen vor Weihnachten haben dieses Vertrauen und der Mut etwas gefehlt, aber ich bin überzeugt, dass uns die Pause gut getan hat und wir an unsere starken Phasen anknüpfen können.“ Die öffentliche Kritik nach den schwachen Spielen in Aalen und gegen seinen Ex-Klub Sandhausen sei angebracht gewesen, betont er. „Es war auch nicht einfach, diese herben Niederlagen zu verarbeiten. Aber wir haben viele erfahrene Spieler, die das in die Hand nehmen können. Ein Sergio Pinto hat solche Situationen doch alle schon durchgemacht.“ Und auch Julian Schauerte weiß: Letztlich zählt nur, wo Fortuna am Ende der Saison steht.

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