Leichte Entwarnung bei verletztem DEG-Trio

Die ersten Diagnosen vor Ort waren erschreckend. Oberschenkelbruch nach Kniecheck von Hamburger Mathieu Roy bei Bernhard Ebner, Schultereckgelenkssprengung bei Manuel Strodel und Gehirnerschütterung bei Jakub Ficenec nach einem Check gegen die Bande von Druval Westcott.

Doch am Samstag gab es dann nach eingehenden Untersuchungen leichte Entwarnung. Statt Brüchen und Rissen haben Ebner sowie Strodel „nur“ schwere Muskelverletzungen mit Einblutungen erlitten und Ficenec „lediglich“ ein Schleudertrauma. „Es sieht aber ganz gut aus, dass alle drei zu den Play offs vielleicht wieder fit sind“, betont Teamarzt Ulf Blecker. Bei Ficenec wird vor allem die Psychische Behandlung von Bedeutung sein. Der Routinier hatte in den vergangenen zwei Jahren bereits zwei Gehirnerschütterungen – und ist dem Karriereende womöglich nur knapp vor der Schippe gesprungen.

Die Hamburger Sünder Roy und Westcott wurden erst im Nachhinein auf Antrag der DEG von der DEL für je vier Spiele gesperrt. Ebner zudem für zwei, da er auf dem Weg in die Kabine nach wüsten Beschimpfungen einen Handschuh auf die Tribüne geworfen hatte. Das dabei von ihm getroffene Mädchen wurde nicht verletzt. Ebner entschuldigte sich noch auf der Trage liegend vor der Abfahrt ins Krankenhaus und bekam Samstag gar ein Bild des Fans gemalt, mit es dem Verteidiger gute Besserung wünschen wollte.