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Latka will über Fortuna in Tschechiens Nationalelf

18.02.2013 | 21:00 Uhr
Latka will über Fortuna in Tschechiens Nationalelf
Übt auch für die eigene Koordination: Fortunas neuer Innenverteidiger Martin Latka.Foto: Bernd Lauter

Düsseldorf.  Der tschechische Neuzugang Martin Latka hat sich bei Fußball-Bundesligist Fortuna Düsseldorf schon zügig einen Startplatz in der Innenverteidigung erobert. Nach 58 Einsätzen in den Juniorenauswahlen Tschechiens will der 28-Jährige Latka auch in der A-Nationalmannschaft zur festen Größe werden.

An einem der schwersten Gegenspieler der Fußballwelt hat sich Fortunas neuer Tscheche Martin Latka schon die Zähne ausgebissen. Portugals Freistoß- und Schnellkraft-Ikone Cristiano Ronaldo (jetzt Real Madrid) war am 26. März 2006 für den 1,93 Meter stämmigen Latka ein bisschen zu flink. „Ich hätte ein Motorrad gebraucht, um hinter ihm herzukommen“, erinnert sich der Neu-Düsseldorfer an seinen Einsatz im Dress von Birmingham City. Die 0:3-Niederlage bei Manchester United war einer von sechs Premier-League-Einsätzen in der Spielzeit 2005/06 für den damaligen Absteiger. Unter dem einstigen ManUnited-Wirbler Steve Bruce, der aktuell den aufstiegsambitionierten Zweitligisten Hull City betreut, konnte sich der tschechische Juniorennationalspieler nicht entscheidend durchsetzen. Und verließ nach einer aufregenden, aber sportlich erfolglosen Saison die Britische Insel.

„Trotzdem möchte ich meinen England-Besuch nicht missen“, sagt Latka im Rückblick. Gastspiele an der Anfield Road in Liverpool und im Londoner Upton Park bei West Ham United stechen aus seinem internationalen Erfahrungsschatz heraus. Dazu kommen UEFA-Cup- und Champions-League-Qualifikationsspiele. Unter anderem beim RSC Anderlecht in Brüssel, bei den Tottenham Hotspurs, in Florenz oder beim FC Vaslui in Rumänien.

In seinen beiden Saisons beim zweimaligen griechischen Pokalgewinner Panionios Athen, der im Jahr zuvor vom Ex-Gladbacher Ewald Lienen gecoacht wurde, lernte er gleich sechs verschiedene Trainer kennen. „Ich habe keine großen Probleme, mich auf neue Situationen schnell einzustellen“, betont der einstige tschechische Juniorennationalspieler.

im Kopf noch stärker werden!

Neben Tschechisch und Englisch spricht Latka auch etwas Deutsch. Und „Fußball-Griechisch“. Was die Kommunikation auf dem Feld mit seinem aktuellen Innenverteidiger-Kollegen Stelios Malezas erleichtert. „Es ist gut, dass ich mit ihm zusammenspiele. Seine Energie hilft mir sehr“, erklärte der griechische Nationalspieler nach dem 1:0-Heimsieg gegen die Spielvereinigung Greuther Fürth .

Nach seinem dritten Starteinsatz war Malezas mit sich selbst nicht wirklich zufrieden: „Ich bin noch nicht bei hundert Prozent meiner Leistung. Ich muss im Kopf noch stärker werden.“

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Bundesliga-Aufsteiger Fortuna Düsseldorf hat nach dem 1:0 über den Tabellenletzten Greuther Fürth 27 Punkte auf dem Konto. Aber nun warten schwierige Spiele auf den Klub: gegen Schalke, Mainz, Wolfsburg, Rekordmeister Bayern und Bayer Leverkusen.

Die dreimonatige Verletzungspause nach einem Muskelbündelriss im Oberschenkel nagt immer noch am Gemüt des international erfahrensten Fortunen – neben dem Ukrainer Andrey Voronin.

Martin Latka holt sich derweil Lob und Bestnoten ab. „Er strahlt die nötige Ruhe in der Abwehr aus, bringt auch die technischen Voraussetzungen mit, um mal nach vorn zu gehen“, erklärte Cheftrainer Norbert Meier nach dem Heimerfolg über Fürth.

Die Konkurrenten brauchen Geduld

Sieht derzeit so aus, als müssten sich der bisherige iberische Malezas-Ersatz Juanan sowie die nach langen Verletzungspausen wieder ins Training eingestiegenen Jens Langeneke und Bruno Soares gedulden. 1,93-Meter-Leuchtturm Latka will sich über gute Leistungen bei der Fortuna auch für seine Nationalmannschaft empfehlen.

Nach 58 (!) Einsätzen in sämtlichen Juniorenauswahlen Tschechiens musste Latka bis vergangenen November auf sein erstes Länderspiel im Seniorenbereich warten. Mit 28 Lenzen. Beim 3:0-Testsieg über „Bruder-Staat“ Slowakei wechselte Cheftrainer Michal Bilek den Neu-Düsseldorfer nach der Halbzeit ein. Und der würde sich nun natürlich über Einladungen zu den WM-Qualifikationsspielen gegen Dänemark und in Armenien am 22. und 26. März freuen.

Michael Ryberg



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