Keine Chance gegen die Ritter
22.04.2012 | 20:28 Uhr 2012-04-22T20:28:00+0200
Die Giants unterlagen im zweiten Halbfinale mit 61:75 gegen Kirchheim. Nun droht am Mittwoch da Saisonende.
Nervös war Murat Didin unmittelbar vor dem Match alleine in der Tiefgarage der Spielhalle an der Karl-Hohmann-Straße auf und ab gewandert. Ob der 57-jährige Trainer der Giants da schon geahnt hatte, dass seinen Zweitliga-Basketballern am Mittwoch das Halbfinalaus gegen die Kirchheim Knights droht? Wie schon in Partie Eins waren die „Ritter“ eine Spur zu stark. Folge: Eine erneute 61:75 (34:42)-Niederlage und ein Serienrückstand von 0:2. Damit sind die Giganten am Mittwoch (20 Uhr, Jahnstraße) zum Siegen verdammt, um das Ziel des direkten Wiederaufstiegs ins Oberhaus nicht aus den Augen zu verlieren.
Die rund 30 mitgereisten Fans aus Baden-Württemberg verspotteten den haushohen Favoriten jedoch nicht nur aufgrund der sportlichen Leistung. „Über Kirchheim lacht die Sonne, über Düsseldorf die ganze Liga!“ prangte auf einem großen Plakat. Dazu brachten die Anhänger Konfetti, Trommeln und Fahnen mit. Nummerisch unterlegen, sorgten Sie dennoch für die meiste Stimmung an der Karl-Hohmann-Straße.
Auch, da ihre Mannschaft mehr Anlass zum Jubeln versprühte. Gleich zu Beginn der Partie legten die „Knights“ mit einem 12:0-Lauf zum 14:4 bis zur fünften Spielminute den Grundstein des Erfolges. Während die Giants nahtlos an ihrer schwachen Leistung vom ersten Match am Freitag anknüpften und gleich im ersten Viertel, wie über weite Strecken, eine unterirdische Wurfquote von 33 Prozent praktizierten. Eine derart schlechte Ausbeute kann auch die beste Defensive der Liga nicht ausgleichen.
Zum Abschluss ein Dunk
Zum Abschluss präsentierte Center Patrick Flomo den 2176 Zuschauern im Hallenrechteck jedoch noch mal einen Augenschmaus per Dunk.
Im zweiten Durchgang brachte der eingewechselte Sadam Eco dann die vermisste Physis auf das Parkett. Und hauchte den Giganten mit fünf Punkten noch mal neues Leben ein. Doch die Kirchheimer hatten steht eine Antwort und verwalteten sicher ihren 10-Punkte-Vorsprung.
Da nutzte auch eine Auszeit von Coach Murat Didin nichts, bei der passend zum Donnerwetter des Trainer das AC/DC-Lied „Thunder“ eingespielt wurde. Doch nicht nur die Ansage verfehlte ihre Wirkung, auch das wilde Gestikulieren und Auf- und Abspringen an der Seitenlinie des 57-jährigen Türken blieb ohne Wirkung. Zumindest gelang es Corderro Bennett und Rait Keerles vor der Halbzeit noch unwesentlich auf 34:42 zu verkürzen.
7:0-Lauf nach der Pause
Der beginn der zweiten Hälfte war ein Spiegelbild der Startphase in die Partie. Mit einem 7:0-Lauf enteilten die Schwaben den Hausherren noch weiter und entschieden die „Ritterspiele“ bereits frühzeitig zu ihren eigenen Gunsten.
Spielerisch überlegen, besonders in der Zone unter dem Brett, verwalteten die Schwarz-Gelben ihren 15-Punkte-Vorsprung nur noch. Und trafen hochprozentig: Selbst von der Mittellinie abgeworfen fand der Ball von Kirchheims Uskowski den Weg ins den Korb.
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