Keeper Kutscha rettete dem TuS Nord das Unentschieden
25.10.2009 | 18:02 Uhr 2009-10-25T18:02:00+0100Düsseldorf. Der Schlussmann parierte beim 3:3 gegen Remscheid zehn Sekunden vor Schluss einen Strafschuss.
Es war nichts für schwache Nerven, was die knapp 150 Zuschauer am Samstag an der Eckenerstraße miterleben durften. Erst zehn Sekunden vor Schluss rettete Torwart Jan Kutscha dem Rollhockey-Bundesligisten TuS Nord mit einem parierten Strafschlag beim 3:3 (1:0) gegen den direkten Konkurrenten VfB Remscheid immerhin einen Punkt.
Angesichts der hektischen und durch undurchsichtige Schiedsrichter-Pfiffe angeheizten Partie mussten die Unterrather unterm Strich mit dem Remis zufrieden sein. TuS-Trainer Hans-Werner „Alfredo” Meier war trotzdem ratlos: „Ich habe das Gefühl, die Jungs spielen zu Hause mit angezogener Handbremse. Als hätten sie Angst, zu versagen.”
Dabei unterschieden sich die beiden Hälften des Matches wie Tag und Nacht: In der ersten Hälfte ausgeglichen und ruhig, nach dem Seitenwechsel aber ein offener Schlagabtausch.
Einziger Höhepunkt im ersten Abschnitt war das 1:0 der Gastgeber durch Jonas Pink. Nach der Pause erkämpften sich beide Teams viele Torchancen, scheiterten jedoch oft an den gut aufgelegten Schlussmännern. Meier ärgerte dabei das fehlerhafte Passspiel seines Teams: „Wir haben zu viele unnötige Ballverluste gehabt.”
Einen dieser Ballverluste nutzte Marcel Wiegershaus zwei Minuten nach der Pause zum Ausgleich. Rund fünf Minuten später traf aber Matheus Luther zur erneuten Führung.
„Nach dem 2:1 haben wir viel zu riskant gespielt”, so der TuS-Coach. So drehten die Gästen durch Markus Wilk (45.) und Robin Selbach (47.) die Partie zum 3:2. Das 3:3 gelang André Beckmann zwei Minuten vor Schluss.
Zehn Sekunden vor Spielende drohte eine Pleite. Aufgrund des 15. Teamfouls musste der TuS noch einen Strafschlag hinnehmen – den Jan Kutscha glänzend entschärfte.
TuS Nord: Kutscha, Bauckloh; Barnekow, Beckmann (1), Ensink, Luther (1), Tobias Paczia, Pink (1), Scheulen, Stein.
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