Justin Kelly vor Rückkehr
13.02.2012 | 18:25 Uhr 2012-02-13T18:25:00+0100
Düsseldorf. Es war der 3. Oktober des vergangenen Jahres. Im sechsten DEL-Spiel für die DEG blieb Neuzugang Justin Kelly im Match bei den Straubing Tigers in der 21. Spielminute mit dem rechten Knie am gegnerischen Torpfosten hängen. Die Diagnose: Innenbandanriss. Sechs Wochen sollte der Eishockey-Stürmer pausieren. Doch die Verletzung heilte nicht ab. Das Gelenk musste sogar eingegipst werden. Mit der Verpflichtung von Center Lynn Loyns wurde auf den längerfristigen Ausfall reagiert. Nun, rund viereinhalb Monate später, steht das Comeback des 1,95 Meter großen 30-jährigen Puckjägers bevor. Seit zwei Wochen trainiert der Kanadier wieder mit der Mannschaft. Seit Freitag auch ohne grünes Hemd. Mit diesem durfte der Angreifer nicht attackiert werden.
Mehr Zweikämpfe
Diese Schonfrist ist vorbei. Heute Abend (19.30 Uhr, Rather Dome, live auf Eurosport) gegen die Eisbären Berlin wird der Center jedoch noch zuschauen müssen. „Ich möchte Justin erst noch in mehr Trainingszweikämpfen beobachten“, betont DEG-Trainer Jeff Tomlinson. Erst am Freitag (19.30 Uhr, An der Arena) bei den Adler Mannheim soll der Angreifer wohl wieder ins Geschehen eingreifen. Und sorgt damit für ein DEG-Luxusproblem. Denn mit Kellys Rückkehr haben die Rot-Gelben nun einen Kontingentspieler zu viel. Nur zehn dürfen auf dem Spielberichtsbogen stehen. Folge: Einer muss von der Tribüne aus zuschauen: Torsteher Jean-Sebastien Aubin.
Ein herber Schlag für den 34-jährigen Frankokanadier, der nach seiner ersten Saison am Rhein 2009/10 noch zum besten Keeper der Liga gewählt worden war. Auch im Vorjahr war der 219-malige Ex-NHL-Crack noch der große Rückhalt. In dieser Spielzeit schnappte ihm nun zunächst Bobby Goepfert den Nummer-Eins-Status weg und nun droht sogar die Tribüne.
Im Fall der Fälle würde Felix Bick vom DNL-Team als zweiter Keeper die Reise in die Quadratestadt antreten.
Die volle Konzentration gilt zunächst jedoch der heutigen Partie gegen Berlin. Eine erfolgreiche Saisonschlussphase soll eingeläutet werden. „Die Konzentration wird entscheiden. Wenn jeder diese hochhält, haben wir eine Chance gegen die Eisbären. Bei uns sind alle fit und die Trainingseindrücke stimmen mich positiv“, betont Coach Tomlinson.
0mitdiskutieren