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HANDBALL-BUNDESLIGA

Jugend forsch(t) bei der HSG

15.07.2009 | 20:30 Uhr

Gleich acht A-Jugendliche sind auf dem Mannschaftsfoto. Manager Flatten verkaufte Ticketrechte.

Bitte lächeln! Auf dem Rollfeld des Lohausener Flughafens posierten die Handballer der HSG am Mittwochmittag für ihr Mannschaftsfoto. Ebenfalls vor die Kameralinse traten dabei acht A-Jugendliche, die in der kommenden Saison im erweiterten Kader des Erstliga-Aufsteigers stehen werden. „Jugend forsch(t)” lautet dabei das Motto der Düsseldorfer für die Zukunft, die nach dem Wunsch aller Verantwortlichen nicht nur in einem erstklassigen Jahr münden soll.

Bildunterschrift HSG Düsseldorf Saison 2009/2010 Vordere Reihe, von links nach rechts: Frank Berblinger, Florian von Gruchalla, Andrej Kogut, Sturla Asgeirsson, Matthias Puhle, Stephan de Clerque, Patrik Ranftler, Nils Artmann, Jan Artmann, Max Kronenberg Mittlere Reihe, von links nach rechts: Geschäftsführer Klaus Blumenrath, 1. Vorsitzender Erwin Schierle, Marcel Wernicke, Max Ramota, Max Weiß, Nikola Kedzo, Bastian Roscheck, Dennis Backhaus, Mannschaftsarzt Dr. Thomas Pauly, Physiotherapeut Holger Schwellnuss, Mannschaftsarzt Professor Dr. Stephan Martin, Jugendkoordinator Jens Sieberger Hintere Reihe, von links nach rechts: Michael Hegemann, Patrick Fölser, Manager Frank Flatten, Co-Trainer Ronny Rogawska, Coach Goran Suton, Valdas Novickis, Frantisek Sulc, Andrej Kurchev, Physiotherapeut Christoph Langer, Physiotherapeutin Tanja Berblinger, Physiotherapeut Ralf Maxrath (Foto: sergej lepke)

„Wir hatten uns zum Ziel gesetzt, innerhalb von zwei Jahren die Rückkehr ins Oberhaus zu realisieren. Nun wollen wir in den kommenden drei Spielzeiten eine gesunde Grundlage dafür legen, dass wir in naher Zukunft mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben”, bekennt HSG-Manager Frank Flatten. Angesichts des Drei-Jahres-Plan sieht sich Coach Goran Suton mit einer durchaus „harten Aufgabe” konfrontiert.

Junges Duo und ein Routinier

„Es geht nicht darum, dass wir als Team in der Bundesliga Fuß fassen. Wir müssen auch die vielen jungen Spieler an die Liga heranführen und sie etablieren. Wir haben uns bei den Neuzugängen mit Max Weiß und Nikola Kedzo bewusst für zwei junge Akteure entschieden und mit Michael Hegemann gezielt einen Routinier hinzugezogen, an dem sich die jungen Spieler orientieren können”, bilanziert Suton.

Hegmann sieht sich seiner künftigen Rolle als Führungsspieler und verlängerter Arm des Trainers auf dem Spielfeld gewachsen: „Ich hatte vor meinem Abschied aus Düsseldorf vier tolle Jahre bei der HSG, der ich sehr viel zu verdanken habe. Ich möchte nun etwas zurückgeben und denke, dass wir stark genug sind, um kommende Saison den Klassenerhalt zu realisieren.”

Info
ZWÖLF JUNGE HSG-SPIELER

Backhaus kehrt aus Gummersbach zurück.

Junge deutsche Spieler an die Bundesliga heran führen – das ist das vorrangige Konzept der HSG für die kommenden drei Jahre. Trainer Goran Suton nominierte deshalb die A-Jugendlichen David Hansen, Stephan de Clerque, Patrick Ranftler, Jan und Nils Artmann, Max Kronenberg, Bastian Roscheck, sowie Rückkehrer Dennis Backhaus (VfL Gummersbach) für den erweiterten Kader des Erstliga-Aufsteigers. Mit Andrej Kogut, Florian von Gruchalla sowie den Neuzugängen Max Weiß und Nikola Kedzo (Kroatien) stehen zudem vier Junioren-Nationalspieler im Team.

Neben den sportlichen Lippenbekenntnissen kann die HSG vor allem wirtschaftlich auf ein stabiles Fundament bauen. Nicht nur, dass der Vertrag mit einer großen Fluggesellschaft, die seit 2005 zu den Premiumsponsoren zählt, um weitere zwei Jahre verlängert wurde. Auch im Bereich der Eintrittskarten konnte die HSG positives vermelden. Der Aufsteiger trat für eine „hohe sechsstellige Summe”, so Manager Flatten, seine Rechte an den Tickets für alle 17 Heimspiele an ein Firmenkonsortium, bestehend aus der Zecco Sportvermarktungs GmbH und der HSG Finanz- und Sport AG ab.

„Dies gibt uns Planungssicherheit in Form einer Garantiesumme, die wir für die Tickets erhalten haben”, bemerkte Flatten. Darüber hinaus wurde eine Kooperation mit einem Werbeflächenvermieter erzielt, der es den Handballern ermöglicht, ihre Heimspiele kostenlos zu bewerben. Gegenwert? Noch eine sechsstellige Summe.

Marcus Gülck



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