Iserlohn Roosters beenden die Siegesserie der DEG mit 6:3

Ein umkämpftes Duell, in dem die DEG letztlich den Gästen aus Iserlohn unterlag.
Ein umkämpftes Duell, in dem die DEG letztlich den Gästen aus Iserlohn unterlag.
Foto: imago/osnapix
Was wir bereits wissen
Nach zuletzt sechs Erfolgen in Serie setzte es gegen die Iserlohn Roosters eine 3:6-Niederlage. Die DEG ließ zu viele Chancen ungenutzt. Martinsen ist am Freitag in Mannheim gesperrt.

Düsseldorf. Mit hängenden Köpfen schlitterten die DEG-Eishockeycracks gestern Abend vom Eis. Nach sechs Siegen in Folge kassierte das Team von Cheftrainer Christof Kreutzer erstmals wieder eine Niederlage und unterlag den Iserlohn Roosters mit 3:6 (1:0, 1:3, 1:3). „Das war unsere eigene Schuld. Wir haben im zweiten Drittel einfach zu viele Fehler gemacht, die zu Gegentoren geführt haben. Aber wir haben zuletzt so tolle Spiele gezeigt, dass wir uns davon jetzt nicht von unserem Weg abbringen lassen“, betonte Kapitän Daniel Kreutzer. Zwar rutschten die Rot-Gelben auf den sechsten Tabellenrang ab, liegen damit jedoch noch immer auf direktem Viertelfinalkurs.

„Die DEG, die DEG, die DEG ist wieder da!“ skandierten die 5378 Zuschauer daher auch immer wieder. Denn was die Düsseldorfer derzeit auf das Eis zaubern, ist mehr als nur eine kleine Überraschung. Und dies nicht nur wegen der zuletzt sechs Siege in Folge. Sondern vor allem trotz der Umstände, die diese Erfolge begleiten. Am Montag wurde Corey Mapes nach seiner Spieldauerstrafe wegen Check gegen Kopf und Nacken aus dem Sonntag-Duell mit Wolfsburg für zwei Spiele gesperrt. So fehlen aktuell fünf von zehn lizenzierten Verteidigern und der rot-gelbe Kader wurde noch weiter dezimiert.

Aus 17 Torchancen macht die DEG zu wenig Tore

Gegen Iserlohn fehlten gestern somit insgesamt gleich neun Stammkräfte – dennoch marschieren die Düsseldorfer in beeindruckender Manier weiter und lassen sich durch nichts beirren.

Vom ersten Bully weg bestimmte das Team von Trainer Christof Kreutzer im Duell mit einem direkten Play-off-Konkurrenten das Geschehen auf dem Eis. Den Iserlohnern wurden teilweise Knoten in die Beine gespielt. Und in der ersten Überzahl in der 6. Spielminute fiel dann auch folgerichtig die frühe Führung. Ken André Olimb drosch die Scheibe in die Maschen. Und auch in der Folge setzten sich die Rot-Gelben immer wieder im Drittel der Gäste fest, als würden sie mit einem Mann mehr auf dem Eis agieren. 17 zu acht Torschüsse sprachen im ersten Durchgang eine deutliche Sprache. Allerdings konnten die Hausherren daraus nicht weiter Kapital schlagen.

Doppelschlag in 77 Sekunden

Im mittleren Abschnitt dann zunächst das gleiche Bild. Doch ab der 30. Spielminute sollte der fahrlässige Umgang mit den Torchancen bestraft werden. Mit einem Glücksschuss in die lange Ecke glich Derek Whitmore zunächst für die Roosters aus. Zwar ist auf das Powerplay bei der DEG aktuell Verlass und nur 61 Sekunden später stellte Alexej Dmitriev wieder auf 2:1, aber die Sauerländer gingen anschließend mit einem Doppelschlag innerhalb von 77 Sekunden erstmals mit 3:2 in Führung.

Eishockey Anfang des Schlussdrittels wurde der Kader dann schließlich noch weiter dezimiert. Zunächst checkte Iserlohns Colton Teubert Stürmer Daniel Fischbuch gegen den Kopf, anschließend lieferte er sich einen Faustkampf mit Andreas Martinsen, der für seinen Teamkollegen in die Bresche sprang und dafür mit einer Disziplinarstrafe vom Eis flog. Damit ist der Norweger am Freitag beim Gastspiel in Mannheim nach der dritten großen Strafe gesperrt. Zumindest konnte Fischbuch jedoch nach kurzer Behandlung weiterspielen. Den zweiten und entscheidenden Doppelschlag zum siegbringenden 5:2 innerhalb von nur 26 Sekunden durch Chad Bassen und erneut Macek konnte jedoch auch er nicht verhindern. Das 3:5 durch Kreutzer war nicht mehr als Ergebniskosmetik, ehe Radeke zum Endstand gegen den entnervten Keeper Tyler Beskorowany traf.