HSG: Wie auch der Trainer ein Spiel gewinnt
13.09.2010 | 19:04 Uhr 2010-09-13T19:04:00+0200
Düsseldorf. Den gestrigen freien (Trainings-)Abend hatten sich die Handballer der HSG verdient. „Als Belohnung für eine starke und vor allem mannschaftlich geschlossene Leistung“, wie Trainer Ronny Rogawska betonte. Nach dem 32:30-Erfolg in Bietigheim, durch den die Düsseldorfer die Schwaben von der Zweitligaspitze holten, war der Däne fast rundum zufrieden. Mit seinen Routiniers wie dem zehnfachen Torschützen Michael Hegemann, aber auch mit den Nachwuchsspielern wie Jan Artmann oder David Hansen.
Doch auch der 41-Jährige hatte entscheidenden Anteil am dritten Sieg im dritten Punktspiel. Seine Einwechselungen, Umstellungen und taktischen Varianten griffen allesamt. Ein Rückblick:
15. Minute: Es läuft noch nicht rund. Die HSG liegt 6:9 hinten. Rogawska wechselt die Torhüter: Almantas Savonis für Matthias Puhle. Der Litauer fügt sich mit starken Paraden direkt gut ein und hält prompt zwei Siebenmeter.
20. Minute: Vor allem Robin Haller macht der HSG-Abwehr aus dem Rückraum mit fünf Treffern zu schaffen, erzielt. Rogawska öffnet seine Deckung, stellt auf eine verschobene 5:1-Abwehr mit Sonderbewachung gegen den Torjäger um, dem darauf nur noch ein Treffer gelingt.
45. Minute: Nach einer Dreiviertelstunde hat die HSG die Schwaben im Griff, führt mit 25:21. Nun öffnet auch Bietigheim seine Defensive, zieht zwei Abwehrspieler vor, um den HSG-Spielfluss zu stören. Rogawska reagiert, lässt Michael Hegemann und Valdas Novickis die Positionen tauschen. Kleiner Wechsel, große Wirkung. Novickis, der sich auf der Mitte als Regisseur aufgerieben hatte, spielt im linken Rückraum nun seine Zweikampfstärke gegen seinen anfälligen Gegenspieler Pierre Freudl aus, während Hegemann von der Mitte aus Sprungwürfe ins Ziel bringt.
50. Minute: Es wird noch einmal eng. Ausgerechnet nach dem Bietigheimer Ausgleich zum 25:25 vertraut Rogawska in der entscheidenden Phase einem Youngster. Und wird nicht enttäuscht. David Hansen erzielt ein Tor, bereitet zwei weitere vor.
54. Minute: Noch ist die Partie nicht entschieden. Rogawska nimmt eine Auszeit. „Lasst die Außenspieler werfen!“ lautet seine (riskante) Anweisung an die Abwehr, die sich vor allem auf die Rückraumschützen konzentrieren soll. Auch diese Rechnung geht auf. Während die Bietigheimer über die Flügel an Schlussmann Savonis mehrfach scheitern, biegt die HSG mit vier Toren auf die Siegerstraße ein.
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