HSG mit Moral aber ohne Punkte

Im Vergleich zur zuletzt äußerst schwachen Leistung gegen Dümpten zeigte sich die HSG Gerresheim bei der HSG Velbert/Heiligenhaus deutlich verbessert. Gleichwohl reichte es mit 26:28 gegen den Zweiten der Handball-Landesliga nicht zum Sieg. HSG-Trainer Ralf Müller war darüber verärgert, machte seinen Schützlingen jedoch keinen Vorwurf: „Wir haben uns von unserer allerbesten Seite präsentiert. Deshalb ist es sehr, sehr bitter, dass wir hier nicht zumindest einen Punkt mitgenommen haben.“

Chancen blieben ungenutzt

Vor allem mit ihrer offensiven Deckung hielten die Gerresheimer wirkungsvoll dagegen. Da sie jedoch im Angriff beste Möglichkeiten zuhauf nicht nutzten, hatte Velbert zur Pause gleichwohl mit 13:10 die Nase vorn. Obwohl die Gastgeber Mitte des zweiten Durchgangs mit 20:16 führten, steckte die HSG nicht auf und wurde in der 50. Minute für die gute Moral mit dem Ausgleich zum 22:22 belohnt. Danach ging es bis zum 26:26 hin und her. Beim Stand von 26:27 hatte Nils Kossmann dann den erneuten Ausgleich auf der Hand, traf aber nur den Pfosten. Stattdessen netzte Velbert im Gegenzug zum 26:28-Endstand ein.

Gegen den bis dahin Punktgleichen TV Kettwig II hatte die SG Unterrath mit 27:30 das Nachsehen. SGU-Trainer Burkhard Räker gab sich hinter als fairer Verlierer: „Kettwig hat gut gespielt und war der verdiente Sieger.“ Dabei hatte der Beginn der Partie den Unterrathern gehört, die gut ins Spiel kamen und eine 9:5-Führung herausgeworfen hatten. Danach bekamen sie in der Deckung jedoch zunehmend Probleme mit dem starken Essener Rückraum. Obwohl Räker mehrere Deckungs-Varianten ausprobierte, um die Gastgeber in den Griff zu bekommen, verkürzten diese bis zur Halbzeit auf 15:16 und übernahmen später mit 17:16 die Führung.

Bis zum 21:21 blieb der Vergleich ausgeglichen. Einem Zwischenspurt der Gastgeber auf 24:21 hatte die SGU jedoch nichts mehr entgegenzusetzen. Stattdessen brachte Kettwig den Vorsprung nun klug über die Zeit, obwohl die Gäste in den letzten vier Minuten zur offenen Manndeckung übergingen.

Einen rabenschwarzen Tag erwischte die HSG Jahn/SC West beim Tabellennachbarn ETB Schwarz Weiß Essen ohne ihren beruflich verhinderten Trainer Markus Wölke. Am Ende stand deshalb eine auch von der Höhe her verdiente 17:32-Niederlage. Bis auf Torhüter Christian Podorf, der durchspielte, hatte keiner der Oberkasseler an seine Normalform anknüpfen können. Weder im Angriff noch in der Deckung lief auch nur einigermaßen etwas zusammen. So führte der Eisenbahner-Turnerbund schnell mit 6:1. Bereits zur Halbzeit war dann mit 16:9 die Vorentscheidung gefallen.