HSG lässt Julius Kühn zu TuSEM Essen ziehen
27.01.2012 | 21:29 Uhr 2012-01-27T21:29:00+0100
Düsseldorf. Die Handballer von Zweitligist HSG müssen einen weiteren Abgang verkraften. Rückraum-Youngster Julius Kühn wechselt zum Liga-Konkurrenten TuSEM Essen. Der Junioren-Nationalspieler unterschrieb auf der Margarethenhöhe einen Zweieinhalbjahresvertrag. Kühn ist nach Max Weiß (Bergischer HC), Michael Hegemann und Mathias Lenz (beide DHC Rheinland) sowie Ernir Arnarson (TV Emsdetten) bereits der fünfte Spieler, der die HSG im Zuge der finanziellen Schwierigkeiten und angesichts der zukünftigen Kooperation mit dem DHC Rheinland vorzeitig verlassen hat. Bereits am 10. Januar wurde allen Spielern die Möglichkeit eröffnet, den Verein zu verlassen. Die Verantwortlichen rechnen derzeit nicht damit, dass weitere Spieler von dieser Option Gebrauch machen.
Im Gegenzug wurde mit dem 19-jährigen Rückraumspieler Marco Bauer aus der U 23 des TSV Bayer Dormagen ein Doppelspielrecht vereinbart. Die bereits bestehenden Zweitspielrechte mit den auch für Drittligist OSC Rheinhausen aktiven Dennis Backhaus und Patrick Ranftler wurden bis zum Saisonende verlängert. Darüber hinaus sollen die entstandenen Lücken auch mit Torjäger Markus Neukirchen sowie den Torhütern Stephan de Clerque und Hendrik Halfmann aus dem Oberliga-Team der HSG kompensiert werden.
„Sportlich gesehen spielen wir zwar nur noch um die Goldene Ananas“, sagte gestern Abend HSG-Manager Frank Flatten mit Blick auf die restlichen 20 Saisonspiele, „mir ist es aber durchaus wichtig, dass wir den Spaßfaktor des Handballs in Düsseldorf erhalten.“
Nach der beantragten Insolvenz des HSG-Stammvereins HSV Düsseldorf e.V. Ende Dezember versucht man den Spielbetrieb bis zum Saisonende aufrechtzuerhalten. Ein aus Kostengründen geplanter Umzug für die restlichen zehn Heimspiele in die Sporthalle an der Graf-Recke-Straße ist vom Tisch. „Wir werden die Saison in Reisholz zu Ende spielen“, betonte Flatten, „auch wenn wir dafür keine Kosten übernehmen können.“
Der ART, der den Kooperationsvertrag mit der HSG wie berichtet zum 30. Juni aufkündigte, soll künftig eine Spielklassenzugehörigkeit einer Düsseldorfer Mannschaft in der dritten Liga sichern. Von den kolportierten Plänen einer zweiten Mannschaft mit Düsseldorfer Beteiligung unter der Flagge des DDHC distanzierte sich Flatten: „Uns ist es wichtig, dass es ein Drittliga-Team gibt, das ausschließlich in Düsseldorf spielt!“
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