HSG am Limit zum Erfolg

Einen überraschenden 38:33-Erfolg fuhr die HSG Gerresheim als Neunter beim Vierten der Handball-Landesliga HSG Rade/Herbeck ein, die sich mit nun sechs Punkten Rückstand auf die Spitze wohl endgültig von ihren Aufstiegsträumen verabschieden muss.

„Das war ganz, ganz oben an unseren Möglichkeiten“, schwärmte HSG-Trainer Ralf Müller. Bis zum 6:5 hatten allerdings die Gastgeber die Nase leicht vorn. Auf einer starken Abwehrleistung mit einem erneut sicheren Dennis Naunheim im Tor dahinter, aufbauend, wendeten dann jedoch die Gerresheimer das Blatt.

Angetrieben von ihren überragenden Spielmacher Robin Tillenburg, der nicht nur seine Mitspieler immer wieder wirkungsvoll in Szene setzte, sondern auch noch selbst zehn Treffer beisteuerte, machte die HSG nun gewaltig Tempo. Mit vielen schnellen Gegenstößen setzte man sich so über 11:9 und 15:10 bis zur Pause auf 19:13 ab.

Rade reagierte daraufhin und deckte Jens Szonn, der mit sechs Feldtoren ebenfalls brandgefährlich war und zudem noch sieben Mal nervenstark vom Siebenmeterpunkt traf, in der gesamten zweiten Hälfte kurz und nahm zudem auch noch Tillenburg zeitweise aus dem Spiel. Die HSG zeigte sich davon jedoch unbeeindruckt, da dies Platz schaffte für Rouben Soljan und Lars Müller, die nun Verantwortung übernahmen und mit jeweils vier Treffern den Vorsprung verteidigten.

Lediglich in der Mitte des zweiten Durchgangs konnten die engagierten Gastgeber noch auf 28:30 und 29:31 verkürzen, als die Gerresheimer nach Zeitstrafen in Unterzahl spielen mussten.

Durch eine 19:26-Niederlage beim ETB SW Essen musste die SG Unterrath die Gastgeber in der Tabelle an sich vorbeiziehen lassen. Dabei waren die Unterrather gut ins Spiel gekommen und hatten mit 7:4 geführt.

Als sie dann jedoch in der Deckung nachlässiger wurden und nicht mehr richtig zufassten, kamen die sicheren Rückraum-Schützen der Essener immer besser zum Zuge. Die Schützlinge von SGU-Trainer Burkhard Räker kassierten vor und nach der Halbzeit (8:14) daraus resultierend prompt acht Treffer in Folge.

Danach wieder präsenter verkürzten die Unterrather noch einmal auf 17:21 und schienen wieder im Spiel zu sein. Ein Wechselfehler beendete schlussendlich die tapfere Aufholjagd.