Galopp
Hoffen aufs Frühjahr
22.02.2010 | 17:23 Uhr 2010-02-22T17:23:00+0100Düsseldorf. Die Grafenberger Rennbahn befindet sich derzeit noch im Winterschlaf.
Im tiefen Winterschlaf befindet sich derzeit notgedrungen die Grafenberger Trainingszentrale mit über 150 Rennpferden. „Bei dem weiterhin gefrorenen Boden ist die Rennbahn nicht zu nutzen und so bleibt uns nur die Reithalle die Pferde zu bewegen”, klagt Trainer Sascha Smrczek.
Mit 40 Siegen und 56 Platzierungen setzten seine Vollblüter im vergangenen Jahr persönliche Bestmarken in der bisherigen neunjährigen Trainerkarriere. In der neuen Saison dagegen sieht die Bilanz trotz des Erfolges mit Nightdance Honor auf der Allwetterbahn in Neuss (die NRZ berichtete), noch recht mager aus.
„Wir sind zwar extra zum trainieren nach Neuss und Dortmund gefahren, um dort den Sandbelag der Rennbahn zu nutzen, doch gebracht hat es wenig”, meint Sascha Smrczek. „An Starts im Ausland ist zur Zeit auch nicht zu denken, aber Ende März sollte es wieder richtig zur Sache gehen.”
Mittlerweile ist der Grafenberger fest unter den Top Ten der deutschen Trainer etabliert und hat über 60 Pferde im Stall, darunter 25 zweijährige Vollblüter. „Nun muss man abwarten welche Folgen der lange Winter hat. Ich hoffe im Frühjahr lässt sich der Trainingsrückstand aufholen und wir können an die letzte super Saison anknüpfen”, sagt Smrczek.
Dafür heißt es wieder jede Woche auf den Autobahnen hunderte Kilometer fressen, unzählige Stunden vor dem Computer und im Pferdestall verbringen, sowie ein Handy im Dauerbetrieb mit 4000 Euro Telefonkosten im Jahr. „Aber jeder Sieg oder gute Platzierung entschädigt um ein vielfaches, nicht zu vergessen die Gesamtgewinnsumme in der vergangenen Saison von 300 000 Euro”, berichtet der Trainer. Und hofft auf eine erfolgreiche Saison 2010.
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