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Hazaimeh nach Chemnitz – kein leichter Abschied

14.01.2013 | 20:00 Uhr
Hazaimeh nach Chemnitz – kein leichter Abschied
Für Fortuna hat es sich mit Jeron Hazaimeh (Mitte) ausgejubelt.Foto: Uwe Schaffmeister / WAZ Fotopool

Der langjährige Fortuna-Verteidiger Jeron Hazaimeh geht künftig für den Drittligisten Chemnitzer FC auf den Fußball-Rasen.

Düsseldorf. Am Dienstagvormittag begibt sich Fußball-Regionalligist Fortuna II in den Flieger. Dann geht es ins türkische Lara, um sich dort im Trainingslager eine Woche lang intensiv auf den Pflichtspielauftakt am 26. Januar bei der U 23 des Bundesligisten Borussia Mönchengladbach vorzubereiten.

Nicht mit am Bord, sondern auf den Weg nach Sachsen wird dann Innenverteidiger Jeron Hazaimeh sein. Der 20-Jährige wechselt zur Rückrunde zum Drittligisten Chemnitzer FC. Wahrscheinlich heute, spätestens morgen wird der Defensivspezialist einen Kontrakt beim DDR-Meister von 1967 (damals FC Karl-Marx-Stadt) unterschreiben.

„Das war eine sehr schwere Entscheidung und ich hätte niemals gedacht, dass das jetzt alles so schnell geht“, sagt Hazaimeh, „und ganz ehrlich: Mit tut es in der Seele weh, diesen Verein zu verlassen.“

Immerhin trug der Werstener zwölf Jahre lang das rot-weiße Trikot der Flingerner und tauscht es nun gegen das hellblau-weiße der Westsachsen ein. Das Fortuna-Eigengewächs wagt somit den nächsten Schritt in seiner Karriere. „Das ist ein super Verein und eine schöne Stadt“, betont er.

Auch wenn Hazaimeh unter Fortunas Coach Taskin Aksoy zuletzt nicht mehr zum Stammpersonal zählte, will sich der 1,94-Meter-Hüne beim CFC einen Platz unter den ersten Elf erkämpfen. Dass das beim Tabellensiebten nicht leicht wird, ist dem Abwehrspieler durchaus bewusst: „Das wird ein hartes Stück Arbeit. Aber ich werde alles geben und versuchen, mich dort weiterzuentwickeln.“

Ablöse wird fällig

Den Segen von Fortuna-Coach Taskin Aksoy hat er zumindest. Hazaimehs Berliner „Chef“ erfuhr erstmals am Sonntag in einem persönlichen Gespräch mit dem Abwehrspieler von dem nahenden Transfer. „Herr Aksoy meinte zu mir, dass es der richtige Schritt für mich sei und hat mir alles Gute gewünscht“, verrät Hazaimeh.

Die Dienste des Verteidigers lassen sich die Chemnitzer sogar einiges kosten. So dürften die Sachsen eine hohe vierstellige Summe an die Flingerner überweisen, um das Talent aus seinem Kontrakt bis zum Sommer herauszulösen. „Wenn die Tinte trocken ist, bin ich ein Chemnitzer“, verkündet Hazaimeh. Über die Laufzeit des Vertrages wollte er gestern allerdings noch Stillschweigen bewahren.

Nach Keeper Philipp Sprenger ist der Abwehrrecke bereits der zweite Spieler, der das möglicherweise sinkende Schiff der Fortuna II verlässt und ruhigere Gewässer aufsucht. Zumindest einer der beiden freien Plätze im Flieger wird durch den derzeit vereinslosen Test-Torwart Dennis Zaworski besetzt.

Kevin Schwank


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