Großer Andrang beim Rudern für den guten Zweck

Die Suche nach Bürgern, die Lust haben für den guten Zweck das Ruder in die Hand zu nehmen, zeigt sich erfolgreich. Seit dem ersten Aufruf Ende April vermelden die Krebsgesellschaft Nordrhein-Westfalen e.V. und der Ruderclub Germania Düsseldorf 1904 e.V. 60 angemeldete Vierer-Teams. Das Interesse ist so groß, dass die Boote, die am 22. August im Düsseldorfer Medienhafen an den Start gehen, bereits ausgebucht sind. Die Anmeldephase musste vorzeitig beendet werden.

Die Initiatoren sind begeistert über die große Resonanz auf die Benefiz-Regatta. Unterstützt werden die Planungen vom Universitätstumorzentrum Düsseldorf und von Oberbürgermeister Thomas Geisel als Schirmherrn. „Sportliche Botschafter“ der Aktion sind der zweimalige Weltmeister und Olympiasieger im Deutschland-Achter Lukas Müller sowie von Seiten der Stadt Sportamtsleiter Pascal Heithorn.

„Das Interesse und die Kreativität der angemeldeten Teams hat uns schier umgehauen“, berichtet Dr. Margret Schrader von der Krebsgesellschaft NRW. Angekündigt haben sich Firmen-, Freundschafts-, Familien- und auch Vereinsboote. Es gibt reine Frauen- und Männer-Teams und auch Schüler- und Studenten-Boote. Die Motivation der Teilnehmer berührt dabei sehr.

Für Jörg Klammer und seine Familie hat die Regatta eine sehr persönliche Bedeutung. „Unsere Tochter ist im Jahr 2013 an Leukämie erkrankt. Während der intensiven Chemotherapie und auch in der Folgezeit war für uns wichtig und hilfreich, als Familie ‚in einem Boot‘ zu sitzen. Das wollen wir nun auch sportlich tun – für uns und auch als Signal für andere“, erzählt Stephanie Klammer.

Auf die „Botschaft“ hinter der Aktion kommt es auch den teilnehmenden Selbsthilfeorganisationen an. „Wir freuen uns auf den Spaß an der Sache. Im Kern geht es jedoch darum, zu zeigen, dass Menschen mit einer Krebserkrankung stark und aktiv sein können. Mit der Krankheit gerät das Leben komplett aus den Fugen. Das ist erst mal so, muss aber nicht so bleiben. Hierbei können wir unterstützen“, berichtet Petra Kunz, NRW-Landesvorsitzende der Frauenselbsthilfe nach Krebs.

Der Erlös der Benefiz-Regatta kommt der Krebsberatung Düsseldorf zu Gute. Die ambulante Einrichtung im Stadtteil Bilk bietet psychosoziale Beratungen für Krebspatienten und Angehörige an. Das Angebot ist kostenlos und niederschwellig. Für Familien gibt es eine gesonderte Sprechstunde. Um das Beratungsangebot auch in Zukunft fortzuführen, ist die Einrichtung auf Spenden angewiesen.