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2. Basketball-Bundesliga

Gigantisch überrollt

20.04.2012 | 22:04 Uhr
Gigantisch überrollt

Düsseldorf. Eine alte sportliche Weisheit besagt: Eine starke Offensive gewinnt Spiele, eine starke Defensive hingegen Meisterschaften. Im Falle der 2. Basketball-Bundesliga müssen die Giants darauf hoffen, dass dieser Spruch auch auf die Play-off-Halbfinalserie gegen die Kirchheim Knights zutrifft. Das erste Match der Best-of-5-Serie verloren die Giganten gestern Abend bei den „Rittern“ mit 79:98 (46:60) und wurden dabei fast überrollt.

Die einzig frohe Kunde gab es bereits vor dem Auftaktspiel der Semifinalrunde. Mit Patrick Flomo und Aubrey Reese stehen gleich zwei Reisholzer zur Wahl des Spielers des Jahres. Zudem komplettiert Ceyhan Pfeil das Trio. Der Deutsch-Türke steht zur Wahl des besten Youngsters.

Zu viele Ballverluste

Ab dem ersten Sprungball bekam das Team von Trainer Murat Didin gestern Abend in Kirchheim jedoch den Angriffswirbel der Hausherren nicht in den Griff. Zauberten die Reisholzer gegen Chemnitz teilweise zu bestaunende Pass-Stafetten und krachende Dunkings auf das Parkett, unterliefen Kapitän Aubrey Reese und seinen Teamkollegen allein im ersten Viertel ein halbes Dutzend Ballverluste. Diese bestrafte der Hauptrundenzweite konsequent.

Bis zur ersten Viertelpause hielt sich der Rückstand mit 23:31 noch in Grenzen. Doch die Baden-Württemberger hatten noch eine Schippe draufzulegen. Mit einem 12:2-Lauf schraubte das Team von Coach Frenkie Ignjatovic die Führung in die Höhe: 49:31. Auch eine „gigantische“ Auszeit brachte nicht die erhoffte Unterbrechung des „ritterlichen“ Spielflusses. Zu sehr waren die Giants in allen Belangen unterlegen.

Eine lautstarke Kabinenpredigt von Coach Murat Didin während der Pause verpuffte ebenfalls. Die Giants lebten weiter von einzelnen Aktionen der stark aufspielenden Guards Marin Petric, Rait Keerles und Quadre Lollis. Und vergaben dennoch zu viele freie Würfe.

Taktik-Fuchs Didin

Aus dem Spiel heraus kam einfach zu wenig. Auch eine weitere Auszeit von Taktik-Fuchs Didin beim Stande von 57:78 in der 28. Spielminute brachte keine Wende. Fast hatte es sogar den Anschein, als würde den Knights die kurze Verschnaufpause mehr in die Karten spielen als seinem Team. So war das Match bereits vor dem letzten Durchgang entschieden. Fuchsteufelswild marschierte Trainer Didin an der Seitenlinie auf und ab. Doch ein letztes Aufbäumen seiner Mannschaft bekam der 57-jährige Türke nicht mehr zu sehen.

Am Sonntag (16.30 Uhr, Karl-Hohmann-Straße) wollen die Giants im ersten Heimmatch den 1:1-Serienausgleich markieren, um nicht schon nach zwei Partien fast aussichtslos im Halbfinalduell ins Hintertreffen zu gelangen und den direkten Wiederaufstieg ins Oberhaus in Gefahr zu bringen.

Mareike Scheer

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