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Basketball-Bundesliga

Giants fahnden nach einem Namenssponsor

16.04.2010 | 00:11 Uhr
Giants fahnden nach einem Namenssponsor

Düsseldorf. Nach der 68:74-Niederlage in Ludwigsburg nimmt Giants-Trainer Hansi Gnad seine Basketballspieler in die Pflicht. Die erneute Pleite machte den ehemaligen Nationalspieler richtig sauer: „Wir haben eine riesige Chance vergeben, uns im Abstiegskampf ein bischen Luft zu verschaffen. Das Spiel war zu gewinnen.“

Neben der sportlichen Schieflage müssen die Giants noch die Lizenzprobleme in den Griff bekommen, um in der Basketball-Bundesliga verbleiben zu können. Doch viele potenzielle Sponsoren warten die sportliche Entscheidung bis spätestens 1. Mai ab, dem letzten Spieltag der Hauptrunde. „Wir sind noch nicht tot. Wir werden bis zum letzten Tag kämpfen und alles geben, um den Klassenerhalt sportlich wie auch finanziell zu sichern“, betont Claudio Di Padova.

Der Geschäftsführer ist auch in der zweiten Saison noch auf der Suche nach einem Namensponsor für die Giants, um den noch nicht ausreichenden Etat von derzeit nur knapp einer Million Euro für die kommende Saison zu stützen.

Ein möglicher Großeinsteiger könnte aus dem Land des amtierenden Fußballweltmeisters kommen. Ein italienischer Partner würde den Düsseldorfer Korbjägern vielleicht zu mediterranen Höhenflügen verhelfen.

Die Bemühungen von Di Padova sind aber eng verknüpft mit dem Erfolg der Mannschaft. Nur gehen den Basketballern so langsam die Spiele aus. Mit dem Heimauftritt am Samstag um 19.55 Uhr in der Sporthalle an der Karl-Hohmann-Straße gegen die Artland Dragons aus Quakenbrück steht zudem ein schwerer Gegner auf dem Plan.

Schmerzhaft, dass der Einsatz von Kapitän Gordon Geib (Wadenprellung) auch in diesem wichtigen Spiel mehr als fraglich ist. Hansi Gnad sieht dem Mitwirken des kampfstarken Aufbauspielers weiterhin sehr skeptisch entgegen.

Die restlichen Teammitglieder will der Trainer in die Pflicht nehmen. Matthias Goddeck und seine Kollegen mussten sich gestern bei der Videoanalyse im Training einiges anhören. „Sie wissen, um was es geht und machen zu viele leichte Fehler. Das ist frustrierend und nicht akzeptabel. Wer nicht alles gibt, wird Samstag auch nicht spielen“, betont der 46-jährige Darmstädter. Gegen die Dragons wird es so oder so schwer. Der Tabellenzehnte aus Quakenbrück besitzt eine starke Mannschaft und hat noch die Play offs im Visier.

Dass die Lizenzsorgen für die schwache Leistung der Mannschaft verantwortlich ist, lässt Hansi Gnad nicht gelten. „Alle Verträge laufen aus. Alle Spieler müssen sich für einen neuen Kontrakt empfehlen. Egal, wo sie hin wollen.“ Mit Kampfgeist wollen die Giganten am Samstag einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt schaffen.

Übrigens: Morgen steigt von 10 bis 16 Uhr vor dem BBL-Match das Trainingscamp der Giants-Liga statt. Die besten Basketballer der fünften und sechsten Schulklassen haben hier die Chance, sich den Trainern und Managern der Umgebung zu präsentieren.

Mareike Scheer

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