Full Rose feierte ihren Hattrick

„Aller guten Dinge sind drei“ kann Jaber Abdullah, Kaufmann aus Dubai, mit Fug und Recht behaupten. Der Pferdeeigner machte gestern auf der Grafenberger Rennbahn den Hattrick mit seiner Stute Full Rose komplett. Die dreijährige Vollblüterin, die von Andreas Wöhler in Ravensberg trainiert wird, hatte in der Vergangenheit schon zwei erfolgreiche Starts in der Landeshauptstadt absolviert. Nun triumphierte sie auch in der Eliteklasse für Stuten. Im klassischen „Preis vom Gestüt Auenquelle – 95. German 1000 Guineas“ musste Full Rose am Ende zwar kämpfen, aber sicher verwies sie Nymeria und Schützenpost auf die nächsten Ränge.

Im dem mit 125 000 Euro dotierten Europagrupperennen zählte die Stute zur Favoritengruppe. „Der Grafenberger Rennkurs scheint wie geschaffen für Full Rose. Trotz der ungünstigen äußeren Startbox hatte die Stute kein Problem mit dem Rennverlauf“, so Wöhler, dessen Jockey Jozef Bojko einen Traumtag erwischte. Der Reiter konnte insgesamt fünf der insgesamt neun Rennen des Tages gewinnen.

Erst auf letzten Metern geschlagen

Sehr zufrieden war auch Albrecht Woeste, der Vizepräsident des Düsseldorfer Rennvereins, der mit seiner Besitzergemeinschaft „Stall Grafenberg“ den Sieg knapp vor Augen hatte. Nymeria, die von Waldemar Hickst in Köln vorbereitet wird, musste sich erst auf den letzten Metern von Full Rose geschlagen geben.

„Man kann trotzdem gratulieren, denn dieser zweite Rang in diesem Klassiker ist wie ein Sieg“, freute sich Woeste, der auch im Rahmenprogramm in der höchsten Handicapklasse mit Notre Same einen mit 5000 Euro dotierten Platz erreichte. Für Nymeria kassierte die Stallgemeinschaft 28 000 Euro.

Wetterpech begleitete die erste Zusammenarbeit vom Rennverein mit der „Königsallee“. Trotz Regenschauer zählte man aber 5300 Zuschauer und mit dem Wettumsatz von 206 871 Euro war man von Vereinsseite zufrieden. Beim Vergleichsrenntag im Vorjahr lag man bei
190 000 Euro.

Für die heimischen Trainer reichte es gestern nur zu Platzierungen. Mit einem zweiten Rang mit Compact Street und zwei dritten Rängen von Prairie Adel, sowie Dame Plume musste sich Sascha Smrczek begnügen, der am Vortag noch in Frankreich erfolgreich war. „Etwas bessere Ergebnisse hätte ich mir für meine anderen Kandidaten schon gewünscht, aber es sollte nicht sein“, bilanzierte der Grafenberger Coach. Auch Kollege Ertürk Kurdu konnte sich für die Vorstellungen seiner Kandidaten Passeto und Golden Horn nicht begeistern. „Bei Golden Horn war in dieser starken Gesellschaft nicht mehr zu erwarten, aber Passeto war ein Vollausfall. Da habe ich keine Erklärung für diese Vorstellung“, meinte Kurdu. Für Ralf Rohne konnte die Stute Donatella einen zweiten Platz erreichen.