Für Oliver Korn zählt nur der Erfolg des Teams
11.08.2009 | 19:31 Uhr 2009-08-11T19:31:00+0200
Ein Jahr nach dem Olympiasieg von Peking tritt der DHC-Spieler mit der deutschen Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft im niederländischen Amstelveen an.
Am Dienstag war es genau ein Jahr her, als für DHC-Spieler Oliver Korn mit der deutschen Hockey-Nationalmannschaft das Projekt Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in Peking startete. Nur zwölf Tage später hing an fast jedem Hals nach dem 1:0-Sieg im Finale gegen Spanien eine Goldmedaille.
Nur Korn flog ohne eigenes Edelmetall nach Hause. Er bestritt bis zum Halbfinale zwar alle Spiele für Deutschland, doch kurz vorm Endspiel stoppte ihn ein grippaler Effekt. Aus Angst vor einer Ansteckung musste er das Olympische Dorf verlassen und sah selbst die Siegerehrung nur aus sicherer Entfernung. „Die Krankheit war sehr bitter. Aber was sollte ich machen? Doch am Ende überwog die Freude über den Triumph”, erinnert sich Korn mit gemischten Gefühlen daran, dass er mit einer von einem Teamkollegen geliehenen Goldmedaille nach Oberkassel zurückkehrte.
Abgehoben ist der Düsseldorfer aus einer Apothekerfamilie durch den Erfolg aber nicht: „Ich studierte normal weiter in Köln Sportwissenschaften. Für mich hat sich seit dem Sieg bei Olympia nichts verändert, dass wollte ich auch gar nicht.”
Olympiagold liegt jetzt
in einer Schublade
Mittlerweile hat auch die eigene Goldmedaille, die er wegen der Krankheit erst sechs Wochen später überreicht bekam, einen Ehrenplatz gefunden. „Ich habe sie nirgends aufgehängt, aber sie liegt sicher in einer Schublade”, erzählt der 25-jährige Nationalspieler.
Nun steht ein gutes Jahr nach dem Erfolg bei Olympia, das für ihn trotz Edelmetall wegen der Zuschauerrolle im Finale etwas ärgerlich endete, eine neues Großereignis an. Am 20. August geht es für ihn mit der Nationalmannschaft in die holländische Provinz Amstelveen um dann nur zwei Tage später bei der EM für Deutschland zu spielen.
Gedanken, ob er am 30 August als frischgebackener Europameister nach Düsseldorf zurückkehrt, macht er sich jetzt aber noch nicht: „Wir müssen erst Mal das Halbfinale erreichen. Das wird schwer genug, denn mit England und Belgien haben wir keine leichte Gruppe erwischt.”
Seine Quote mit 18 Toren aus 73 Länderspielen will Korn natürlich weiter verbessern, aber letztendlich zählt für ihn nur der Erfolg der Mannschaft: „Wichtig ist es, als Team bei der EM so weit wie möglich zu kommen.”
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