Für Mondt ist die Saison beendet

Der 36 Jahre alte DEG-Stürmer erlitt einen Mittelfußbruch und wurde operiert. Seine Laufbahn will er aber fortsetzen.

Düsseldorf. Freud und Leid liegen manchmal nah beieinander. Am 12. Januar wurde Niki Mondt zum zweiten Mal Vater, als seine Freundin Vanessa den Sohn Lennox gebar. Die drei haben nun viel Zeit füreinander. Das ist zwar schön, der Grund jedoch bitter: Niki Mondt hat beim 3:1-Sieg in Köln einen Mittelfußbruch erlitten. Zu Beginn des Mitteldrittels hatte er sich in einen Schuss des Kölner Alexander Sulzer geworfen, um die 1:0-Führung zu verteidigen. Dabei wurde er am Fuß getroffen. Der Düsseldorfer ließ Eis aufsprühen und spielte weiter. Erst am Montag ging er zum Mannschaftsarzt Alois Teuber, der einen Mittelfußbruch diagnostizierte. Im Dominikus-Krankenhaus wurde der Stürmer operiert und ein Draht eingesetzt, weil die Knochen verschoben waren. Damit ist die Saison für den gebürtigen Düsseldorfer, der mit 1051 Spielen die zweitmeisten in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) hinter dem Kölner Mirko Lüdemann absolviert hat, vorzeitig beendet. „Das ist natürlich frustrierend zu diesem Zeitpunkt“, sagt Niki Mondt. „Nach den zwei enttäuschenden Jahren als Tabellenletzter hat es in dieser Saison richtig Spaß gemacht. Wir haben zwar noch nichts erreicht, aber es ist noch alles drin. Kurz vor den Play-offs mit so einer Verletzung auszuscheiden, ist bitter. Ich bin tief enttäuscht.“

„EIn Verlust für uns“

Das ist verständlich, denn der Center des vierten Sturms sowie seine Flügel Daniel Fischbuch und Alexander Thiel waren in den vergangenen Wochen immer besser in Schwung gekommen und hatten kräftig gepunktet. „Da hatte Niki Anteil dran. Dass er nun fehlen wird, ist zweifellos ein Verlust für uns“, sagt Trainer Christof Kreutzer, der überlegt, wie er die Lücke schließen kann. Wahrscheinlich wird Nachwuchsspieler Dominik Daxlberger aus Bad Nauheim an den Rhein beordert, der Außen spielen kann. Als Mittelstürmer in der vierten Reihe könnten Daniel Fischbuch oder Manuel Strodel fungieren.

Wenn ein 36 Jahre alter Spieler eine solche Verletzung davonträgt, stellt sich die Frage: Bedeutet das das Karriereende? „Nein, ich bin jetzt sechs Wochen raus, dann komm’ ich zurück“, sagt Niki Mondt. Er macht keinen Hehl daraus, dass er auch in der nächsten Saison noch einmal das DEG-Trikot überstreifen möchte.

„Ein konkretes Gespräch mit Christof hat es noch nicht gegeben, aber das wird sicherlich in den nächsten Tagen kommen. Dann werden wir sehen, wohin der Weg führt.“ Bis dahin kümmert er sich um seinen geschwollenen Fuß und den kleinen Lennox.

Übrigens: DEG-Verteidiger Jonas Noske wird seiner Mannschaft für rund zwei Wochen fehlen. Der 19-Jährige trat am vergangenen Dienstag in der DEL2 für den DEG-Kooperationspartner EC Bad Nauheim an und erlitt im Spiel bei den Heilbronner Falken eine Gehirnerschütterung.

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