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Für Fortuna Düsseldorf war Reisingers Tor eine Erlösung

19.08.2012 | 21:55 Uhr
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Der entscheidende Moment: Stefan Reisinger erzielt per Kopfball das „goldene Tor“.Foto: Christof Wolff

Düsseldorf.  Es war keine Glanzleistung des Erstligisten, aber immerhin ein Arbeitssieg: Bundesliga-Aufsteiger Fortuna Düsseldorf hat die erste Runde des DFB-Pokals mit einem zähen 1:0-Sieg beim SV Wacker Burghausen überstanden.

Das Banner der schwarz-weißen Burghauser war nicht zu übersehen: „Düsseldorf knacken – ob mit oder ohne Fortuna im Nacken!“ Der Kurzreim ging am Sonntagabend vor nur 5000 Interessenten allerdings nicht so auf, wie sich Anhänger der Gastgeber dies gewünscht hatten. Weil das entscheidende Quäntchen Glück letztlich der Fußball-Bundesliga-Rückkehrer für sich verbuchen durfte. Die eher magere Leistung beim Drittligisten SV Wacker verdarb jedoch niemandem nach dem letztlich verdienten 1:0 (0:0)-Sieg der Gäste aus Düsseldorf wirklich die Laune.

„Es gab keine Lorbeeren zu ernten. Weil wir vor der Pause unsere beiden guten Chancen nicht genutzt haben, wurde das Fußball-Leben eben schwer. Da muss man dann den inneren Schweinehund überwinden. Das haben wir geschafft“, lobte Cheftrainer Norbert Meier nach einem Kick bei immerhin 33,5 lähmenden Grad Celsius im Schatten.

Giefer im Fortuna-Tor

Die Gastgeber mussten ohne ihren Impuls- und Taktgeber auskommen. Der Marokkaner Youssef Mokhtari plagte sich mit einer Achillessehnenreizung herum. Die Fortunen starteten mit Youngster Fabian Giefer im Tor – eine Bauchentscheidung, wie Meier hinterher zugab. Dazu überraschend mit dem Australier Robbie Kruse im rechten Mittelfeld, auch noch in giftgrünen Trikots, sogar mit fünf Ecken nach sieben Spielminuten – aber irgendwie ohne den ganz großen Tordrang.

Der ukrainische Star-Einkauf Andrey Voronin gab einen Spielmacher mit großem Aktionsradius. Seine beiden besten Pässe in die Tiefe blieben aber kläglich ungenutzt. Einmal legte sich Axel Bellinghausen im Alleingang gegen Burghausens Keeper Vollath (mit Gesichtsmaske) die Kugel zu weit vor (14.). Danach missinterpretierte Robbie Kruse seine Torschussposition – mit einem Flankenball ins Strafraum-Nichts (45.).

Viel Leerlauf in der Partie

Dazwischen gab es viel Leerlauf. Was auch daran lag, dass die laufstarken, diszipliniert agierenden Gastgeber nach vorne nur punktuell etwas zu bieten hatten. Bei zwei Weitschüssen war Düsseldorfs Keeper Giefer nicht wirklich gefordert. Alleinangreifer Sahr Senesie hatte gegen den kopfballstarken Griechen Malezas nur am Boden eine Chance. Der Ex-Dortmunder hätte zumindest ein Solo an drei Kettenverteidigern vorbei fast ins Ziel gedribbelt, vergaß aber den krönenden Abschluss (38.).

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Knapper war’s fünf Minuten nach der Pause. Wacker nutzte einen Fehler des schwachen Bellinghausen im Mittelfeld. Senesie tanzte Malezas aus, zirkelte die Kugel von der Strafraumgrenze an den rechten Torpfosten. Fortuna hatte bis in die Schlussphase hinein einen Weitschuss von Voronin (48.) nichts zu bieten.

Führungstreffer aus dem Nichts

Der Führungstreffer fiel aus dem Nichts. Johannes van den Berghs Flanke von der linken Seite verlängerte Stefan Reisinger per Kopf in die rechte Torecke. Es war 14 Minuten vor dem Schlusspfiff die einzig brauchbare, aber entscheidende Situation des ehemaligen Burghausers, der an alter Wirkungsstätte zuvor gar kein Land gesehen hatte.

„Es war ,Reises’ einzige gute Aktion. Aber die hat eben zum Sieg geführt. Und Treffer sorgen immer für ein gesundes Selbstvertrauen“, erklärte Coach Meier nach dem schweißtreibenden Kick. Wacker-Trainer Georgij Donkov akzeptierte das Pokal-Aus: „Fortuna hatte mehr Ballbesitz, war schneller auf den Beinen und hat viel Druck ausgeübt. Unser Wille, unsere Leidenschaft haben gestimmt, aber nicht ausgereicht.“

Reisinger schießt die Fortuna eine Runde...

Michael Ryberg

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