Fortunas „Wandel vom Jäger zum Gejagten“
17.02.2012 | 19:36 Uhr 2012-02-17T19:36:00+0100
Düsseldorf. Bereits neunmal hatten die Düsseldorfer in dieser Saison die Tabellenspitze der 2. Fußball-Bundesliga inne. Fortuna will am Sonntag bei 1860 München zum zehnten Mal die Tabellenspitze verteidigen
Bereits neunmal hatte Fortuna in dieser Saison die Tabellenspitze der 2. Fußball-Bundesliga inne. Dabei beanspruchen die Flingerner seit den vergangenen sechs Spieltagen den Platz an der Sonne für sich. Somit weiß Fortunas Cheftrainer Norbert Meier vor der morgigen Partie beim TSV 1860 München um 13.30 Uhr in der bayerischen Arena um die neue Rollenverteilung im Fußball-Unterhaus. „Wir wurden vom Jäger zum Gejagten“, erklärte Meier.
Und diesen Statuts will der 53-Jährige vorerst nicht mehr hergeben, um die bisher erfolgreichste Zweitligasaison überhaupt weiterhin veredeln zu können: „Das ist doch eine wunderschöne Position, die es gilt, jede Woche aufs Neue zu verteidigen.“
In der Rückrunde noch ungeschlagen
Aber auch die Münchener „Löwen“ schielen noch auf einen potentiellen Aufstiegsplatz. Lediglich acht Zähler Rückstand betrug vor dem Spieltag ihr Abstand auf Rang drei. Und das bei einem noch ausstehenden Spiel gegen Erzgebirge Aue (14. März). „Urplötzlich ist auch München in der Verlosung für die ersten Plätze“, betonte Meier.
Seit sechs Zweitliga-Begegnungen sind die Münchener bereits ungeschlagen und holten zuletzt bemerkenswerte 16 von 18 möglichen Punkten. Als einziges Team der Liga sind die Blau-Weißen in der Rückrunde noch ungeschlagen. „Das wird für uns ein ganz heißer Ritt“, prophezeit Fortunas Überungsleiter.
Gefahr geht dabei vor allem von der „Löwen-Offensive“ um Talent Kevin Volland (neun Saisontore) und Ex-Nationalstürmer Benny Lauth (acht) aus. „Das sind zwei außergewöhnliche Spieler“, weiß Meier und fügt an: „Die Münchener haben allgemein eine spielstarke Mannschaft, da müssen wir ständig hell wach sein.“
Rösler in München gesperrt
Derweil können die Rot-Weißen nicht in Bestbesetzung bei den Bayern antreten. Mit Sascha Rösler ist Fortunas Top-Torjäger mit bisher elf Toren nach seiner Ampelkarte aus dem vergangenen Topspiel gegen seinen Ex-Klub gesperrt.
Für den 34-Jährigen dürfte der dänische Dribbelkünstler Ken Ilsø sein Starter-Comeback geben. „Wenn mir der Trainer gegen München das Vertrauen von Beginn an schenkt, werde ich von der ersten bis zur letzten Minute ordentlich Gas geben“, verspricht der Kopenhagener.
Ein Fragezeichen steht auch hinter Linksverteidiger Johannes van den Bergh. Der 25-Jährige konnte die Woche nach seinem Magen-Darm-Infekt nicht voll trainieren. Für den Viersener wird voraussichtlich wieder Sascha Dum in der Viererkette aushelfen müssen.
Mit von der Partie ist auch Kapitän Andreas „Lumpi“ Lambertz nach seiner abgesessenen Gelb-Rot-Sperre. „Bei Lumpi ist es doch so: Man weiß immer erst wie gut er ist, wenn er einmal nicht dabei war. Der Junge ist ein absolutes Vorbild an Fleiß, Einsatzbereitschaft und Willensstärke“, lobte Meier.
Indes hofft der Reinbeker, dass die verbalen Störfeuer aus Frankfurt (die NRZ berichtete) sein Team nicht belasten werden: „Wenn wir das nicht ausblenden können, werden wir gegen München keine Chance haben.“
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