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Dani Schahin war Fortunas Überraschungs-Torjäger

23.12.2012 | 20:00 Uhr

Düsseldorf.  Den Zweitliga-Angreifer Dani Schahin hatte in der Sommer-Vorbereitung niemand so richtig auf dem Zettel. Doch dann zündete der ehemalige Fürther zum Start in Augsburg seinen Doppelpack zum 2:0 - und erzielte bis zum Ende der Hinrunde fünf Tore.

Mit Fortunas Offensive in der Hinrunde ist das so eine Sache. Im Vergleich mit den übrigen 17 Fußball-Bundesligisten spielte sich der Oberhaus-Rückkehrer die mit Abstand wenigsten Torchancen heraus – nutzte diese dann aber am effektivsten. 20 Treffer sind zwar zur Winterpause keine überragende Ausbeute. Mit den Schlusslichtern Fürth (11) und Augsburg (12), den Millionären des VfL Wolfsburg (17) und des Hamburger SV (18) sowie dem 1. FC Nürnberg (17) jubelten fünf Mannschaften noch weniger.

Offensives Mittelfeld

Ken Ilsø: Für den spielstarken Dänen begann die Saison eigentlich erst mit seinem Start, seinem ersten Bundesliga-Treffer und einer guten Leistung in Fürth. Durchgängig überzeugend wirkte der Blondschopf, der auch als zweiter Angreifer aufgeboten war, jedoch nicht. Pluspunkt: Das Defensiv- und Zweikampfverhalten ist verbessert. NRZ-Note: 3+.

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Andrey Voronin: Der ukrainische Spielmacher versackte nach einem ordentlichen Start im schwarzen Loch. Die mangelnde Laufbereitschaft, eine wichtige Tugend im Fortuna-Spiel, muss man Voronin, bei aller Wertschätzung für seine technischen Fähigkeiten, zuvorderst ankreiden. Der Ex-Nationalspieler mochte sich nicht recht auf den rot-weißen Spielstil einlassen. Seine Negativschlagzeilen außerhalb des Rasens machten den 900 000-Euro-Zugang (Leihgebühr plus Gehalt) vollends zur Enttäuschung. NRZ-Note: 5.

Angriff

Nando Rafael: Zufrieden kann der angolanische Nationalspieler trotz zweier Treffer in der Bundesliga und dem 1:0 in der Pokal-Verlängerung gegen Mönchengladbach nicht sein. Der oft schwerfällig und im Zweikampf eher mäßig wirkende Angreifer stand lediglich viermal in der Startelf, spielte nur beim 2:0 gegen den HSV über 90 Minuten. Angesichts seiner ausgeprägten Bundesliga-Vita enttäuschend. NRZ-Note: 5.

Stefan Reisinger: Dem ehemaligen Freiburger machten Knieverletzungen und grippale Infekte zu schaffen. Mit seinem Treffer gegen den HSV lieferte er einige starke Spiele ab – mit einem argen Hänger in Nürnberg. Dynamiker „Reise“ schien auf der rechten Mittelfeldseite bisher besser aufgehoben als in der Spitze, erzielte inklusive Pokal vier Treffer. NRZ-Note: 3.

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Dani Schahin: Der aus Fürth geholte Angreifer führte sich mit einem Paukenschlag ein: Doppelschlag beim 2:0 zum Bundesliga-Start in Augsburg. Es war die Grundlage für eine gelungene Vorrunde der Mannschaft. Schahin bekam 14 Einsätze, machte fünf Treffer. Im Sommer hatte den 23-Jährigen eigentlich niemand auf der Rechnung. Deshalb NRZ-Note: 2.

Lernphase für Wegkamp

Gerrit Wegkamp: Das 19-jährige Talent aus Osnabrück dürfte sein erstes Bundesliga-Jahr als Lernphase nutzen. Der 1,93 Meter große Ochtruper besitzt sicher Talent und das nötige Selbstvertrauen. Über zwei Kurzeinsätze in Leverkusen und Dortmund ging es für den guten Kopfballspieler nicht hinaus. NRZ-Note: nicht bewertbar!

Timo Furuholm: Eigentlich sollte der Finne längst die Farben gewechselt haben, ist aber immer noch da. Nach einem halben Jahr ohne Durchsetzungsvermögen in Liga zwei kam der Nationalspieler in der Sommervorbereitung dermaßen kraftlos daher, dass ihn Cheftrainer Norbert Meier aussortierte. Die Leistungen in der Regionalliga-Mannschaft waren darüber hinaus nicht berauschend. NRZ-Note: nicht bewertbar!

Michael Ryberg

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Dani Schahin war Fortunas Überraschungs-Torjäger
Dani Schahin war Fortunas Überraschungs-Torjäger
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2012-12-23 20:00
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