Fortunas Rösler lassen die Störfeuer aus Frankfurt kalt
07.02.2012 | 20:29 Uhr 2012-02-07T20:29:00+0100
Düsseldorf.Vor dem Spitzenspiel in der 2. Fußball-Bundesliga wird Eintracht Frankfurt seiner Rolle als Jäger nicht nur sportlich gerecht. So konnte es sich Eintracht-Cheftrainer Armin Veh wie berichtet nicht verkneifen, nach dem 2:1-Sieg über die Eintracht aus Braunschweig verbale Giftpfeile Richtung Fortuna zu schießen.
Trainer Armin Veh von Eintracht Frankfurt hat vor dem Topspiel beim Tabellenführer Fortuna Düsseldorf die vermeintliche "Fallsucht" der Rheinländer kritisiert.
Der Meistertrainer mit dem VfB Stuttgart aus dem Jahr 2007 warf den Flingernern „theatralische Fallsucht“ vor und meine damit vor allem die rot-weiße Offensivabteilung um Sascha Rösler und Maximilian Beister. Seine Verbalattacke hatte Fortunas Manager Wolf Werner als „verantwortungslos“ abgestempelt.
Auch Fortunas Verteidiger Christian Weber wundert sich: „So etwas kenne ich eigentlich nur aus der Bundesliga vom FC Bayern München.“
Kalkül oder Neid?
Handelt es sich also nur um eine von Veh gezielt eingesetzte Initiierung, um ein taktisches Kalkül, welches den Tabellenführer verunsichern soll? Oder ist es der Neid, dass bei Fortuna bisher zehn, aber bei der Eintracht nur zwei Strafstöße zu Buche stehen?
Der Offensivallrounder nimmt die Verbalangriffe vor allem gegen seine Person gelassen hin. „Ich bin jetzt 34 Jahre alt und werde in den nächsten ein bis zwei Jahren, die ich noch spiele, meine Spielweise bestimmt nicht mehr ändern“, betont Rösler, fügt aber auch einsichtig an: „Natürlich ist meine Spielweise teilweise schon grenzwertig.“
Dies bekam auch Teamkollege Weber im Training ein ums andere Mal zu spüren und weiß auch, dass der Stürmer bei seinen Gegenspielern nicht allzu beliebt ist. „Sascha ist beim Gegner wohl stets der meist gehasste Spieler. Er macht das schon clever und provoziert auch manchmal“, so Weber, „aber für mich gibt es da gar keinen Diskussionsbedarf. Das gehört zum Fußball auch dazu.“
Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass sich die Wege von Rösler und von Trainer Veh bisher achtmal kreuzten – sowohl in der Bundesliga als auch im Unterhaus.
Rösler traf gegen Veh-Elf
Bisher verlor Veh noch kein direktes Duell gegen Rösler. Dafür traf der Stürmer aber mit einem Linksschuss 2006 bei der 2:4-Pleite gegen den VfB Stuttgart für Alemannia Aachen in der Bundesliga.
Auch Fortunas Offensivtalent Maximilian Beister wurde eine latente Fallsucht von Veh attestiert . Doch die Hamburger Leihgabe wunderte sich, „dass über den nicht gegebenen Elfmeter gegen mich und gegen Thomas Bröker keiner spricht. Wichtig wird jetzt sein, die Antwort auf dem Platz zu geben“, meint Beister rückblickend auf das 1:1-Remis im Hinspiel.
Stürmer Bröker, der am Montag gegen Frankfurt nicht die 1000 torlosen Minuten erreichen wil l, hat eine ganz eigene Sicht der Dinge: „Wir sind manchmal einfach zu schnell und da kommt schon Mal die eine oder andere Grätsche zu spät. Und ein Foul im Strafraum ist laut Reglement nun einmal ein Elfmeter“, schmunzelt der 27-Jährige.
Ob Fortuna nach dem Top-Spiel der Schwergewichte (Montag, 20.15 Uhr/live im Ticker bei DerWesten) von der Tabellenspitze fällt oder sich Vehs verbale Giftpfeile als wirkungslos erweisen, wird sich am Montagabend zeigen.
16:02
Man kann nur im Sinne des Fußballs die Hoffnung haben, dass das unsportliche Auftreten einer Mannschaft wie Fortuna Düsseldorf nicht am Ende der Saison noch mit einem Aufstieg belohnt wird. Das Lamenmtieren von Herrn Rösler und das Elfmeter schinden von Herrn Beister ist eine Schande für den Profisport.
10:06
Herr Schwank: Leider sind sie bei der Terminangabe des Spiels etwas durcheinander geraten, es findet am Montag um 20:15 statt.