Fortuna und das Bad in Rot-Weiß – auch für Christ
06.05.2011 | 18:54 Uhr 2011-05-06T18:54:00+0200
Düsseldorf. Das letzte Bad in der rot-weißen Menge gibt es für jene Zweitliga-Kicker, die Fortuna zum Saisonende verlassen werden, morgen (Anstoß: 15 Uhr, Mobil-Arena) nach dem Match auf jeden Fall. „Der offizielle Abschied wird wie immer vor unseren Fans auf dem Rasen sein“, bekräftigt Sportvorstand Wolf Werner vor dem letzten Heimspiel der Saison gegen die Aachener Alemannia. Sonntag in einer Woche folgt bekanntlich noch das Finale bei Greuther Fürth im Frankenland.
Auch Tiago und Gaus gehen
Ob beispielsweise der 2009-er Aufstiegsheld Marco Christ noch einmal vor seinem Anhang auf den Rasen darf, ist unsicher. „Ich stelle die stärkste Elf auf, die meiner Meinung nach Aussicht auf einen Sieg besitzt“, sagt Trainer Norbert Meier unverbindlich. Was nicht ausschließt, dass der Coach dem seit 2007 für die Fortuna kickenden Spielmacher doch noch ein paar (Schluss-)Minuten gewährt.
Nach nur 25 Einsatzminuten in der kompletten Rückrunde, dazu dem einen oder anderen kleinen Scharmützel mit Coach Meier hatte Christ jüngst um Auflösung seines bis zum 30. Juni 2012 laufenden Kontrakts gebeten. Künftig geht der Mittelfeldkicker für den Drittligisten SV Wehen-Wiesbaden an den Start, der noch Aufstiegschancen besitzt.
Sichere Abgänge sind bekanntlich auch der brasilianische Innenverteidiger Tiago und Eigengewächs Marcel Gaus (zum FSV Frankfurt), der allerdings zuletzt aufgrund von Meinungsverschiedenheiten zwischen seinem Berater und den Fortunen aus dem Zweitliga-Kader verbannt war.
Sichere Ausfälle morgen Nachmittag gegen Aachen werden die grippenkranken Defensivkicker Kai Schwertfeger und Adam Bodzek sein.
Bei der konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrates wurde Dirk Kall erwartungsgemäß als Vorsitzender des Gremiums in seinem Amt bestätigt. Ebenfalls einstimmig wurde Finanzexperte und Rochusclub-Schatzmeister Burchard von Arnim zum neuen Stellvertreter im neunköpfigen Aufsichtsrat gewählt.
Über die Zusammensetzung des handelnden Vorstandes gab es gestern von Fortuna erstaunlicherweise keine offizielle Stellungnahme. Organisationsleiter Sven Mühlenbeck wird allerdings den seit 2004 im Amt befindlichen Straelener Unternehmer Hermann Tecklenburg ersetzen und damit drittes hauptamtliches Vorstandsmitglied neben Sportvorstand Wolf Werner und Finanzvorstand Paul Jäger sein (die NRZ berichtete bereits). Ehrenamtler bleiben Vorstandschef Peter Frymuth und Ex-Bundesliga-Profi Thomas Allofs.
Austria sagt Testspiel ab
Übrigens: Zwei Testspiele sind für das Sommertrainingslager vom 21. bis 29. Juni in Maria-Alm/Österreich geplant. Manager Werner hatte bereits den österreichischen Tabellenzweiten Austria Wien an der Angel. Die Violetten, die in diesem Jahr ihren 100. Geburtstag feiern, mussten aber wegen einer anderen Turnierverpflichtung absagen.
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