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Fortuna sucht neue Schnäppchen-Asse nun auch in Griechenland

24.07.2012 | 20:00 Uhr
Fortuna sucht neue Schnäppchen-Asse nun auch in Griechenland
Bei Fortuna Düsseldorf im Fokus: Griechenlands Nationalspieler Dimitrios Salpingidis.

Düsseldorf.  Neben dem als dritten Torwart von Olympiakos Piräus verpflichteten Nikos Papadopoulos scheinen zwei weitere Hellenen ins rot-weiße Visier geraten zu sein. Am Wochenende sprach Cheftrainer Norbert Meier offenbar mit Nationalspieler Dimitrios Salpingidis über einen Wechsel nach Düsseldorf.

Handverlesene 41 Grad Celsius war es gestern Nachmittag auf dem Trainingsrasen der Fortuna an der Arena heiß. Da ließ sich Oberbürgermeister Dirk Elbers nicht lange bitten. Und ließ Jacket und Krawatte gleich im Dienstwagen liegen. Der Oberbürgermeister stattete der Übungseinheit des Fußball-Bundesliga-Rückkehrers einen Besuch ab, sprach mit den Spielern, begleitet von Sportvorstand Wolf Werner, und bekam ein nagelneues rotes Heimdress mit allen Unterschriften der aktuellen Protagonisten überreicht.

Griechische Schriftzeichen hatten auf dem Jersey noch keine Hochkonjunktur. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Neben dem als dritten Torwart von Olympiakos Piräus verpflichteten Nikos Papadopoulos scheinen zwei weitere Hellenen ins rot-weiße Visier geraten zu sein.

Treffer gegen Deutschland und Polen

Am Wochenende sprach Cheftrainer Norbert Meier offenbar mit Nationalspieler Dimitrios Salpingidis über einen Wechsel nach Düsseldorf. Was im Prinzip, also finanziell und vertraglich, gar nicht funktionieren kann. Der Angreifer, der bei der jüngsten Europameisterschaft im Juni gegen Polen und gegen Deutschland jeweils einen Treffer erzielt hatte, steht schließlich noch beim Erstligisten PAOK Saloniki im schriftlich fixierten Wort. Ebenso wie der 1,92 Meter kantige Innenverteidiger Stelios Malezas, der bei der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika zum griechischen Kader gehörte und ebenfalls das Interesse der Fortunen geweckt hat, wie Vorstandschef Peter Frymuth gestern gegenüber der NRZ erklärte: „Wir haben noch einige Spieler als mögliche Verstärkung auf dem Zettel. Die beiden Griechen gehören dazu.“

Vielleicht lässt sich aus Fortuna-Sicht aber doch ein Schnäppchen-Ass verpflichten. Die Vertragspapiere könnten in Saloniki schon bald nicht mehr viel wert sein. PAOK, das im vergangenen Sommer zu einem Testspiel im Paul-Janes-Stadion angereist war, soll sich in massiven Finanznöten befinden. Gerade ein Leistungsträger wie Salpingidis, der bei den Schwarz-Weißen immerhin rund 800 000 Euro netto pro Saison einstreicht, scheint nicht mehr bezahlbar.

Fortuna
Reisinger dürfte bei Fortuna vorneweg gehen

Stefan Reisinger kickte bisher vorwiegend in den südlichen Winkel der Bundesrepublik. In der Saison 2012/2013 stürmt der 30-Jährige für Bundesliga-Aufsteiger Fortuna Düsseldorf. Reisingers Stärken liegen in seiner Schnelligkeit, im Durchsetzungsvermögen, in der Laufstärke.

Die genannte Summe würde den aktuellen Vertragsrahmen der Fortuna natürlich sprengen. Der Bestverdiener soll dem Vernehmen nach aktuell 650 000 Euro brutto bekommen. Im Trainingslager in Maria Alm/Österreich hatte Sportvorstand Wolf Werner bereits davor gewarnt, Stars zu fordern, die sich Fortuna nicht leisten könne und die auch nicht in die Gehaltsstruktur passen würden. „Es wäre kontraproduktiv, plötzlich einen solchen Spieler unter Vertrag zu nehmen“, so Werner. Heißt konkret: Salpingidis würde nur zu stark reduziertem Honorar in Düsseldorf auflaufen.

Auch Malezas nicht preiswert

Auch der 27-jährige Innenverteidiger Stelios Malezas, dessen geschätzter Marktwert auf der einschlägigen Internetseite transfermarkt.de tatsächlich auf stattliche 2,75 Millionen Euro taxiert wird, dürfte bei PAOK nicht unbedingt preiswert gespielt haben.

Der mögliche Transfer war gestern Nachmittag im prallen Sonnenschein über der Arena natürlich kein öffentliches Thema. Oberbürgermeister Dirk Elbers beschäftigte sich mit den aktuellen Fortuna-Spielern, lobte Dauerbrenner Andreas Lambertz („Ein toller Typ“) und machte der Crew Mut: „Der Aufstieg war ein großartiger Kraftakt. Alle sollten jetzt aber realistisch bleiben und nicht am Rad drehen.“

Der OB machte keinen Hehl darauf, dass er das mögliche Geisterspiel gegen Borussia Mönchengladbach am 1. September für problematisch hält: „Ich weiß nicht, ob die Strafe gerechtfertigt ist.“

Michael Ryberg



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