Fortuna spielt in Schalke unter Ausschluss der Öffentlichkeit
18.02.2010 | 18:09 Uhr 2010-02-18T18:09:00+0100Düsseldorf. Die Gelsenkirchner müssen am Samstag aufgrund der Ausschreitungen rund um das Spiel gegen Borussia Dortmund auf Zuschauer verzichten. Fortuna-Trainer Sinisa Suker findet es fragwürdig.
Am Samstag (13 Uhr, Baulandstraße) wollen Fortunas U-19-Kicker erneut einen Anlauf wagen, in die Rückrunde der A-Junioren-Bundesliga zu starten. Das Auftaktmatch am vergangenen Sonntag gegen die SG Wattenscheid fiel aufgrund widriger Wetterbedingungen aus. Am Samstag gastiert die Mannschaft von Coach Sinisa Suker nun beim FC Schalke 04 und möchte ihren Höhenflug von drei Partien ohne Niederlage in Folge fortsetzen.
Vor dem Spiel in Gelsenkirchen plagt den Übungsleiter allerdings Personalnot. Neben den Langzeitverletzen Deniz Yedek (Kreuzbandriss) und Baris Cömes (Bruch der Kniescheibe) fallen auch Ali Aydin (Leistenzerrung), Collin Quaner (Bronchitis) und Marcel Girsch (Grippe) aus. Verstärkung erhält Suker jedoch von Dennis Körner und Tim Karvang, die sonst für Fortunas U 18 in der Niederrheinliga kicken.
Das Hinspielresultat von 4:0 für die Schalker zeigt, dass der Traditionsclub aus dem Ruhrpott großes Potenzial hat. Das weiß auch Fortuna-Coach Suker: „Man braucht nicht darüber zu diskutieren, dass Schalke ein klasse Team hat. Im Hinspiel haben wir eine richtige Klatsche bekommen. Deshalb bin ich sicher, dass die Jungs Wiedergutmachung betreiben wollen.”
Dabei müssen die Flingerner allerdings auf die Unterstützung mitgereister Fans verzichten. Aufgrund der Ausschreitungen rund um das Derby der Schalker gegen Borussia Dortmund, bei dem es zu Schlägereien und Abfeuern von Leuchtraketen gekommen war, findet das Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
Für Suker ist diese Maßnahme mehr als fragwürdig: „Es ist klar, dass die Vereine bestraft werden müssen, doch die wenigen Zuschauer, die gekommen wären, hätte man auch reinlassen können.”
Trotzdem hofft Fortuna-Coach Suker, dass seine Jungs gegen den FCS, der ebenfalls sein erstes Bundesliga-Spiel 2010 absolviert, konzentriert vorgehen: „Unser Ziel ist es, uns besser zu präsentieren als im Hinspiel und vielleicht einen oder sogar drei Punkte mitzunehmen.” P.J.
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