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Fortuna muss gegen Hannover 96 vor allem auf Schlaudraff aufpassen

14.12.2012 | 17:06 Uhr
Fortuna muss gegen Hannover 96 vor allem auf Schlaudraff aufpassen
Immmer schön auf Jan Schlaudraff aufpassen, heißt es für die Fortuna-Kicker am Samstag gegen Hannover.Foto: Getty

Der Tabellenzehnte aus Hannover bringt ein spielstarkes Mittelfeld auf den Platz, vor allem Jan Schlaudraff ist ein ständiger Gefahrenherd. Aber auch die Stürmer der Niedersachsen sind torgefährliche Gegenspieler.

Beim letzten Bundesliga-Gastspiel der Hannoveraner in Düsseldorf stand 96-Manager Jörg Schmadtke noch im Gehäuse der Fortunen. Das Treffen am 27. März 1986 endete im Rheinstadion mit einem 2:2. Dass der gebürtige Düsseldorfer Schmadtke natürlich immer noch eine gewisse Sympathie für seinen langjährigen Klub hegt, versteht sich von selbst.

Der erstaunliche Aufschwung der Niedersachsen in den vergangenen Jahren ist nicht zuletzt auch ein Verdienst von Jörg Schmadtke. Und natürlich von Cheftrainer Mirko Slomka. Das Duo brachte die „Roten“, deren Vereinsfarben ja eigentlich Grün und Schwarz sind, zum zweiten Mal in Serie in die Europa League. In der vergangenen Saison scheiterte man erst im Viertelfinale am späteren Finalsieger Atletico Madrid.

Strammes Programm kostet Kraft

Auch in diesem Jahr wurden die Qualifikation und die Gruppenphase bereits gemeistert.

Das stramme Programm mit bereits zehn (!) Donnerstagsterminen auf europäischer Ebene kostet Kraft. Der aktuelle Tabellenzehnte ist zwar nur dünne zwei Punkte von der Europa-Zone für die Saison 2013/14 entfernt. Leistete sich aber auch schon einige vermeidbare Punktverluste. Vor allem auf fremdem Geläuf. Zuletzt schluckte 96 in Überzahl noch einen späten Gegentreffer zur 1:2-Niederlage in Mainz. Gegen Bayer Leverkusen am vergangenen Sonntag beeindruckten die Gastgeber mit einem 3:2-Erfolg, hatten aber auch Glück, dass Bayer 04 zwei Foulelfmetergeschenke verteilt hatte.

Schnellstarter in der Offensive

Vor allem die Offensive der Hannoveraner ist zu beachten. Die gilt als Schnellstarter. Elf Treffer in den ersten 30 Spielminuten sind Spitze in der Bundesliga. Die Fortuna ziert mit nur drei Toren das Tabellenende dieser Statistik. Vorn wirkt der senegalesische Nationalspieler Mame Biram Diouf. Das Mittelfeld ist fußballerisch stark, kombinationssicher, spielt schnell nach vorn. Natürlich mit Jan Schlaudraff, den es aus Fortuna-Sicht streng zu bewachen gilt. Aber auch mit Didier Ya Konan von der Elfenbeinküste und dem Ungarn Szalbolcs Huszti. Mit dem Norweger Mohammed Abdellaoue sitzt ein vierfacher Torschütze der 96-er sogar nur auf der Reservebank.

Die Abwehr ist bei 29 Gegentreffern, zweischwächster Wert vor Hoffenheim (38), trotz Nationalkeeper Ron-Robert Zieler dagegen anfällig.

Michael Ryberg

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