Fortuna eröffnet die Rennsaison

Mit den Fußballern von Zweitligist Fortuna und der Wahl zum „NRZ-Düsseldorf-Galopper 2014“ startet der Düsseldorfer Reiter- und Rennverein am Sonntag ab 13 Uhr in die neue Saison. Zum dritten Mal haben sich die Traditionsvereine für eine gemeinsame Veranstaltung zusammengetan. „Wir haben am Wochenende Länderspielpause, so passt das hervorragend. Dazu sind einige unserer Spieler auch in ihrer Freizeit gerne auf der Rennbahn“, sagt Fortunas Finanzvorstand Paul Jäger.

Lambertz und Co geben Autogramme

Einer der „Fans“ ist Oliver Fink, der mit seinen Mitspielern Adam Bodzek, Sergio da Silva Pinto, Christian Gartner, Andreas Lambertz, Michael Liendl und Christian Weber eine Autogrammstunde geben wird. Dazu sind die Fußballer Wettpartner für das Hauptrennen des Tages, dem mit 10 000 Euro dotierten „Preis der Fortuna Düsseldorf“ über 2100 Meter. Mit von der Partie ist auch der Vizepräsident des Rennvereins Albrecht Woeste, der hier sein Pferd Lingolana starten lässt. Die Stute wird von Waldemar Hickst in Köln trainiert und ist die Favoritin der Prüfung. Oberbürgermeister Thomas Geisel hat die Schirmherrschaft für den Fortuna-Düsseldorf-Renntag übernommen und wird mit dem griechischen Generalkonsul am Renntag die Siegerehrung vornehmen. Der besondere Clou für alle Fortuna-Vereinsmitglieder ist der ermäßigte Eintrittspreis von 95 Cent bei Vorlage des Mitgliedsausweises. Der normale Eintritt beträgt acht Euro.

Mit der vergangenen Saison zeigten sich die Verantwortlichen zufrieden. Über 102 500 Besucher zählte man bei den zwölf Renntagen. Da den Winter über das Geläuf saniert wurde, stehen in diesem Jahr nur zehn Renntage an. „Wir wollen das Geläuf noch schonen, zumal die vollausgelastete Grafenberger Trainingszenrale mit 160 Pferden noch eine weitere Belastung für den Boden darstellt“, so Peter Michael Endres, der Präsident des Rennvereins.

Bei den großen Renntagen bleibt das Programm uneingeschränkt. Alle Sponsoren blieben im Boot und für das klassische Rennen „German 1000 Guineas“ ist man zuversichtlich, mit Vertretern der Königsallee ins Geschäft zu kommen.

Investitionen in Unterhalt und Renovierung wurden bei den Gastboxen geleistet. Für 40 000 Euro wurden neue Kunststoff-Rails gekauft.

„Wir hoffen auf gutes Wetter für die Saison, denn 2014 hatten wir nur einen schlechten Tag. Da hatten wir prompt einen miserablen Wettumsatz, der fünfzig Prozent unter dem Vorjahr lag“, berichtet Endres.

Der Gesamtwettumsatz 2014 betrug 2 152 605 Euro. Das waren 200 000 Euro weniger als 2013. Große Unterstützung erfährt der Rennverein am Sonntag durch die heimischen Trainer Sascha Smrczek, Ertürk Kurdu und Ralf Rohne, die eine Vielzahl von Startern stellen. So früh in der Saison nach der Winterpause stehen nicht viele Pferde zur Verfügung. Alle drei Trainer hatten eine hervorragende Saison 2014 und räumten insbesondere im Ausland mit ihren Pferden ab.

Den ersten großen Erfolg hat Smrczek schon geschafft, der Anfang der Woche in Fontainebleau mit dem achtjährigen Wallach Key to Passion siegte und 24 440 Euro Prämie abkassierte. Obwohl die Saison erst gerade in Gang kommt, haben die Schützlinge des Grafenberger Trainers schon bei neun Siegen insgesamt 150 000 Euro eingaloppiert.