Fortuna Düsseldorfs Laser-Party hat Schönheitsfehlern
12.08.2012 | 18:16 Uhr 2012-08-12T18:16:00+0200
Düsseldorf. Bei Fortuna Düsseldorfs Aufstiegsfeier in der Arena war die Akkustik im Oberrang ungenügend. Der Verein vergaß zudem gleich vier ehemalige Kicker aus der Bundesliga-Aufstiegsmannschaft.
Düsseldorf. Eine solch effektvolle Bühne gab’s für die Fortunen noch nie. Die Aufstiegshelden wurden vor dem abgebrochenen Testkick gegen Champions-League-Starter Benfica Lissabon mit einer Laser- und Lichtshow in Rot und Grün ins Szene gesetzt wie einst die Profifootballer von Rhein Fire. Kunststück: Beides produzierte die Marketingagentur 2plus aus Düsseldorf.
„Die Spieler und die Fans hatten ihren Spaß. Alles ist relativ reibungslos verlaufen. Wir sind sehr zufrieden“, erklärte Agentur-Geschäftsführer Frank Reichert. Wohl wissend, dass nicht alles rund war. Die Akkustik ließ im Oberrang arg zu wünschen übrig. Bei sämtlichen Einspielern über die Video-Leinwände waren die aktuellen und ehemaligen Fortunen kaum bis gar nicht zu verstehen. „Beim Soundcheck waren beide Anlagen gut. Ich denke, die Tonprobleme lagen auch an der Qualität der Videos“, so Reichert.
Quartett vergessen
Die Aufstiegskicker wurden in Wort und/oder Bild den Fans präsentiert. Von jenen Helden, die bereits wieder für andere Vereine unterwegs sind, war niemand trotz Einladung auf dem Rasen zugegen. Bedauerlich: Mit Sascha Dum (noch vereinslos, Ende Juli beim FC St. Pauli im Gespräch), Ersatztorhüter Markus Krauss (Stuttgarter Kickers), Villyan Bijev (zurück zum FC Liverpool) und Karim Aouadhi (in der Winterpause zu Esperance Tunis) vergaß man vier Spieler aus dem Zweitliga-Aufgebot sogar.
Den größten Applaus heimste Kapitän Andreas Lambertz ein, der zu David Bowies 70-er-Jahre-Kulthit „Heroes“ auf dem roten Teppich gen Spielfeldmitte lief. Der „Held“ forderte die Anhängerschar mit Blick auf die in zwei Wochen startende Bundesliga-Saison auf: „Lasst uns siebzehnmal Party in der Arena machen!“
Meier bedankt sich bei den Fans
Cheftrainer Norbert Meier und Sportvorstand Wolf Werner bekamen den alten Filmsoundtrack der kultigen Geheimagentklassiker-Serie „Kobra, übernehmen Sie!“ mit auf den Weg. Meier bedankte sich bei den Fans: „Wir sind niemals allein. Genießt die Bundesliga, habt Freude und haltet durch! Es heißt schließlich: Fortuna kann alles!“ So ähnlich sah es auch Wolf Werner: „Wir werden diese Mission Impossible annehmen. Und wir werden in der Bundesliga bestehen.“
Rund 25 000 Zuschauer hatten sich die Saisoneröffnung bei bestem Wetter nicht nehmen lassen. Mehr Düsseldorfer dürfen in den ersten Heimspielen gegen Borussia Mönchengladbach und den SC Freiburg – dem DFB-Sportgerichtsurteil sei Dank – nicht in die Arena.
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