Fortuna Düsseldorf zieht neuen Sponsor aus Japan an Land

Fortuna Düsseldorf darf sich über ein nettes Sümmchen freuen. Der Reifenhersteller Yokohama zahlt als neuer Sponsor 100.000 Euro.
Fortuna Düsseldorf darf sich über ein nettes Sümmchen freuen. Der Reifenhersteller Yokohama zahlt als neuer Sponsor 100.000 Euro.
Foto: imago
Was wir bereits wissen
Die Mannschaft fliegt am Mittwoch ins einwöchige Trainingslager nach Spanien. Ein neuer japanischer Sponsor beschert dem Verein rund 100.000 Euro.

Düsseldorf.. Paul Jäger saß am Dienstag wieder einmal der Schalk im Nacken. Fortunas Finanzvorstand ließ sich am späten Nachmittag beim Friseur noch schnell den letzten Schnitt verpassen, bevor er heute mit dem Fußball-Zweitligisten ins Trainingslager nach Spanien fliegt. „Damit mir die Haare nicht ständig ins Gesicht wehen“, flachste der 56-Jährige, dessen graue Kurzhaarfrisur sicherlich kein Lüftchen zu fürchten braucht.

Jäger hatte schließlich auch allen Grund zur guten Laune, denn nach NRZ-Informationen klingelte es pünktlich zum Jahreswechsel in Fortunas Kasse. Ein neuer japanischer Sponsor beschert der Fortuna ein nettes Sümmchen. Rund 100 000 Euro soll sich der Reifenhersteller Yokohama sein Engagement bei den Flingernern kosten lassen. Entsprechende Verträge sollen bereits kurz vor Weihnachten unterzeichnet worden sein.

Ob das Geld in einen neuen Spieler investiert wird? Sportvorstand Helmut Schulte hält jedenfalls an seiner bereits im vergangenen Jahr getroffenen Aussage fest, dass man im Wintertrainingslager kein neues Gesicht antreffen wird. Man habe vollstes Vertrauen in das vorhandene Personal.

Rekonvaleszenten wollen sich empfehlen

Auf dem Weg ins spanische Estepona an der Costa del Sol in der Provinz Málaga in Andalusien dürften die Fortunen auch viele Hoffnungen im Gepäck verstaut haben. Allen voran die zahlreichen Rekonvaleszenten wie Heinrich Schmidtgal, Oliver Fink oder Andreas Lambertz, die die Woche nutzen wollen, um nach ihren teils schweren Verletzungen wieder Anschluss an die Mannschaft zu finden und sich für einen Platz im Team zu empfehlen.

Einer aus diesem Kreis ist Ihlas Bebou. An Trainingslager hat der 20-jährige Togolese dabei nicht die besten Erinnerungen, denn vor anderthalb Jahren zog er sich im Rahmen einer Übungswoche mit der Fortuna in der Schweiz eine schwere Verletzung zu. Bereits in der ersten Spielminute im Testkick gegen die Grasshoppers Zürich, gegen die die Fortuna auch in Spanien am kommenden Dienstag wieder antritt, stürzte er bereits in der ersten Spielminute mit dem Kopf voran auf den Rasen und zog sich einen Schädelbruch zu. „Das war der schlimmste Moment meines Lebens“, sagte Bebou rückblickend, dessen Pechsträhne danach noch nicht vorbei war. Ein diagnostizierter Knorpelschaden im Knie ließ ihn sogar kurzzeitig über das Karriereende nachdenken. Testspiel

Comeback von Bebou

Die schrecklichen Bilder von damals gehören spätestens seit Montag der Vergangenheit an, als der Nachwuchsstürmer bei Fortunas 4:0-Testspielsieg gegen die Namenscousine aus Köln erstmals wieder in einem Spiel für die Düsseldorfer auflief. „Es war ein super Gefühl, wieder mit der Mannschaft auf dem Rasen zu stehen. Ich will im Trainingslager jetzt wieder von vorne anfangen und vor allem Spielpraxis sammeln. Dann wird man sehen, wohin der Weg mich führt“, sagt Bebou, „ich wünsche mir auf jeden Fall ein paar Törchen!“