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2. Fußball-Bundesliga

Fortuna Düsseldorf wird vom Gejagten zum Jäger

20.02.2012 | 14:32 Uhr
Fortuna Düsseldorf wird vom Gejagten zum Jäger
Enttäuscht: Fortunas Ranisav Jovanovic hatte den Ausgleich auf dem Fuß.Foto: Lukas Barth/dapd

Düsseldorf.Das wohl sarkastisch gemeinte Lächeln von Fortunas Sportvorstand Wolf Werner unmittelbar nach dem Abpfiff der 1:2-Niederlage beim TSV 1860 München passt zur Situation des Herbstmeisters der 2. Fußball-Bundesliga.

Trotz überzeugender Leistung in einer von beiden Teams offen und hitzig geführten Partie genügte der Treffer zum zwischenzeitlichen Ausgleich von Maximilian Beister den Flingernern nicht. So rutschten die Rot-Weißen vom Platz an der Sonne in spielerischer Schönheit auf Ligarang vier – und damit raus aus der Aufstiegszone. Nicht unter den Top 3 des Fußball-Unterhauses waren die Flingerner zuletzt am sechsten Spieltag. „Die Enttäuschung ist sicherlich sehr groß“, erklärt Fortunas Vorstandsvorsitzender Peter Frymuth.

Fortunas Jovanovic vergab 2:2

Gegen die Münchener „Löwen“ war die Chancen-Auswertung das Manko der Gäste. Allein Offensivjuwel Beister scheiterte zweimal aus vielversprechender Position kläglich (29./35.). Kurz vor dem Schlusspfiff vergab Ranisav Jovanovic aus kürzester Distanz die Chance auf den Ausgleich. „Am Abschluss müssen wir auf jeden Fall hart arbeiten“, meinte Fortunas Kapitän Andreas Lambertz.

Das Defizit zeigte sich zuletzt bereits bei den 1:1-Matches in Ingolstadt und gegen Eintracht Frankfurt. Fortuna traf jeweils per Foulelfmeter.

Fehlte Fortuna bei den Münchener „Löwen“ das nötige Glück? „Damit hat das doch nichts zu tun! Wir sind einfach nicht abgeklärt genug vor dem Tor, das ist alles“, erklärte Mittelfeldregisseur Lambertz genervt.

Treffer aus dem Spielverlauf heraus waren jüngst rar gesät. Zuletzt netzte Angreifer Jovanovic am 16. Dezember bei der 2:3-Niederlage gegen den SC Paderborn ein. „Schön spielen ist das eine, Effizienz und Durchschlagskraft das andere“, gab Vorstandschef Peter Frymuth zu Protokoll.

1860 München siegte durch Aygüns Freistoß

Nachdem Standards in Form von zwei Strafstößen zuletzt den Flingernern Punkte einbrachten, führte ausgerechnet ein Freistoß von 1860 zum Siegtreffer durch Aygün . „Wir haben alle mit einem direkten Schuss gerechnet, nicht damit, dass er die Kugel reinflankt“, gab Fortunas Cheftrainer Norbert Meier zu. Und fügte an: „Das war die spielentscheidende Situation.“

Mit der Niederlage bei den Bayern setzt Fortuna ihre Negativserie bestehend aus nun fünf sieglosen Zweitliga-Partien in Folge fort. Somit werden die Flingerner von den Gejagten der Liga zu den Jägern. Und finden sich plötzlich als Herbstmeister in der Rückrundentabelle im unrühmlichen Kreis der vier schlechtesten Mannschaften des Fußball-Unterhauses wieder. Da vergeht wohl jedem Fortunen schnell das Lächeln . . .

Übrigens: Beim 1:2 in München rissen am Sonntag gleich mehrere Fortuna-Serien. Erstmals seit dem 18. März, also seit 14 Auswärtsspielen, gab es auf fremdem Rasen wieder eine rot-weiße Niederlage. Vor 339 Tagen verlor Fortuna beim MSV Duisburg mit 0:1. Dazu rutschte man erstmals seit dem 27. August (0:0 in Aachen) aus dem Top-Trio der 2. Bundesliga. Maximilian Beister beendete seine Torflaute nach 755 Tagen.

Fortunas Ergebniskrise

 

Kevin Schwank

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