Fortuna Düsseldorf schiebt Eintracht Frankfurt Favoritenrolle zu
12.02.2012 | 18:42 Uhr 2012-02-12T18:42:00+0100
Düsseldorf. Für Mittelfeldkicker Adam Bodzek ist das heutige Topspiel auf dem Papier erstligatauglich. Max Beister sieht den Druck bei der Eintracht.
Mit 21 Siegen aus den vergangenen 23 Heimspielen kann Fortuna beim Kräftemessen der Fußball-Schwergewichte aus der 2. Bundesliga mit breiter Brust auftreten. Die Rolle des Favoriten schieben die Flingerner aber dem Gast Eintracht Frankfurt zu.
Beister verpasste Armin Veh nur knapp
„Wir haben nie das Ziel ausgegeben, aufsteigen zu müssen, Frankfurt schon. Die haben den Druck“, sagt Fortunas Dribbelkünstler Maximilian Beister. Der 21-Jährige dürfte gegen die Hessen besonders motiviert sein. Beschuldigte doch Eintracht-Coach Armin Veh neben Kollege Sascha Rösler auch die Hamburger Leihgabe jüngst als fallsüchtig. Dabei hätte Veh das Talent fast selbst trainiert.
Als der 51-Jährige im Sommer 2010 das Team des Bundesligisten HSV übernahm, suchte Beister sein Glück bei den Rot-Weißen. „Ich habe Veh knapp verpasst. Aber ich weiß nicht, ob ich unter Veh den Sprung in die Profimannschaft geschafft hätte“, erklärt Beister.
Auch sein damaliger U-23-Coach und Ex-Profi des HSV, Rodolfo Esteban Cardoso, ist überzeugt, dass Beister mit seinem Wechsel zur Fortuna den richtigen Karriereschritt gewählt hat: „Wäre Maxi hier geblieben, hätte er vielleicht nie die Chance gehabt, Bundesligaspieler zu werden. Dabei ist Maxi eine Offensivwaffe.“ Und die soll nach exakt 499 Minuten torlosen Minuten in der zweiten Liga gegen Frankfurt wieder treffen.
Zielgerade kommt erst noch
Die Rückeroberung der Tabellenspitze, die Fürth am Sonntag mit dem 5:1 gegen Paderborn eroberte, ist für Defensivspezialist Adam Bodzek nicht das Hauptziel. „Zu allererst wollen wir zu Hause guten Fußball zeigen. Erster zu sein ist total zweitrangig“, betont der 26-Jährige und erklärt: „Die Zielgerade kommt erst noch.“
Auf dem Weg dahin ist die Eintracht eine weitere Hürde, die es auf dem Weg zum Aufstieg in das Fußball-Oberhaus zu meistern gilt. „Wenn Fortuna gegen Eintracht spielt, ist das schon ein Hauch Bundesliga“, findet Bodzek.
Auch für seinen Kollegen im Mittelfeld – Oliver Fink – ist die Partie am Montag jenseits des Prädikats „gewöhnlich“. Für den 29-Jährigen ist diese Begegnung „das erste große Highlight der Rückrunde.“
Und diesem sollen noch weitere folgen. Damit nicht nur Beister in der kommenden Saison im Trikot des HSV Bundesligaluft schnuppert.
0mitdiskutieren