Fortuna Düsseldorf kämpft um die Tabellenspitze
13.02.2012 | 18:38 Uhr 2012-02-13T18:38:00+0100
Düsseldorf.Auf die etwa 40 000 Fans wartet also ab 20.15 Uhr in der Arena eine Schlüsselpartie im Rennen um den Aufstieg ins Fußball-Oberhaus. „Ich hoffe, dass diese Partie das hält, was sie verspricht“, bekundet Fortunas Trainer Norbert Meier.
Dabei steht für die Rot-Weißen nicht nur die Tabellenführung auf dem Spiel. Der Status einer „Heimmacht“ würde im Falle einer weiteren Pleite nach dem 2:3 gegen Paderborn am 16. Dezember ins Bröckeln geraten.
Zwei Zweitligapartien in Folge verlor Fortuna zuletzt zum Start der Hinserie in der vergangenen Saison (drei Auftaktniederlagen). Was damit bereits 72 Wochen zurückliegt. „Mich interessieren keine Serien, nur Punkte“, betont Meier indes.
Eine weitere Frage wird sein, ob Leihgabe Adam Matuschyk vom Bundesligisten 1. FC Köln den nach einer Gelb-Roten Karte aus der Partie gegen Ingolstadt gesperrten Kapitän Andreas Lambertz ersetzen kann.
„Wenn für einen Spieler die Stunde schlägt und er von Beginn an aufläuft, muss er da sein. Er muss in der Lage sein, mit dem Team zusammen zu arbeiten“, erklärt Meier und weiß, dass „wir ja auch von unserer mannschaftlichen Homogenität leben.“
Allerdings ist dem 53-Jährigen auch bekannt, dass mit der Eintracht die zweitstärkste Auswärtsmannschaft der Liga hinter Aufstiegsaspirant SC Paderborn in der Arena gastiert. „Frankfurt geht als Favorit in das Spiel“, so Meier.
Die Vorbereitungen auf das Topspiel der 2. Bundesliga waren für beide Teams aufgrund der Witterungsverhältnisse nicht optimal. So kamen die Flingerner am Samstag lediglich einmal in den vergangenen sieben Tage in den Genuss, auf Rasen zu trainieren. Vorher war ein Ausweichen auf den ungeliebten Kunstrasen aufgrund der Kältewelle nötig. „Das war schon irgendwie eine Art Reise nach Jerusalem, weil wir nicht wussten, wo wir am nächsten Tag trainieren können“, so Meier.
Himmelweiter Unterschied
Auch Rechtsverteidiger Tobias Levels ärgerte sich über das Geläuf: „Zwischen den beiden Plätzen besteht schon ein himmelweiter Unterschied.“
Trainer Meier nahm dies vor dem Zweitligakracher mit Humor. „Ich wollte meine Spieler in meinem Wohnzimmer trainieren lassen, aber das wollte meine Frau nicht“, flachste der Übungsleiter, fügte aber mit ernster Miene an: „Das waren wirklich schwere Bedingungen vor der Partie. Auf unterschiedlichen Böden zu trainieren, haut schon rein. Das darf man nicht unterschätzen.“
Mit der Begegnung gegen den Liga-Dritten erwartet die Rot-Weißen nun ein typisches „Sechs-Punkte-Spiel“. Für Meier keine ungewohnte Situation. Der Ex-Bundesliga-Profi weiß mit dem Druck umzugehen: „Ich kann meinen Spielern immer nur meine Erfahrungswerte weitergeben. Aber die müssen das dann auch auf dem Platz umsetzen.“
Was ab 20.15 Uhr zu beweisen ist . . .
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