FC Langenfeld verzichtete auf die Berufung
09.04.2008 | 19:01 Uhr 2008-04-09T19:01:48+0200LANGENFELD. ...
... Nach langen und intensiven Beratungen, bei denen natürlich auch die Aktiven gehört wurden, hat sich der Vorstand des Badminton-Bundesligisten FC Langenfeld dazu entschlossen, die Berufung gegen die Spielumwertung des Play-Off Halbfinals gegen den BC Beuel zurückzuziehen. Der noch amtierende Vizemeister warf somit im Kampf um den Deutschen Meistertitel am grünen Tisch das Handtuch. Entscheidung akzeptiert
"Wir haben die Entscheidung des Spielausschusses akzeptiert, und werden uns nicht auf juristischem Weg um die auf sportlichem Wege erreichte Finalteilnahme bemühen", zog der auch als Spieler betroffene FCL-Sprecher Andreas Wölk einen Schluss-Strich um das "Gerangel". Ausschlaggebend waren letztlich die Meinung der Mannschaft und der Faktor Zeit. "Da so ein Fall mit größter Sorgsamkeit vom Verbandsgericht bearbeitet werden muss, ist mit einem schnellen Urteil einfach nicht zu rechnen", erläutert Andreas Wölk. Der von Friedwart Riedel, dem Vorsitzenden des Verbandsgerichts, in Aussicht gestellte 20. April als frühester Entscheidungszeitpunkt ist nur bei optimalem Verfahrensverlauf einzuhalten, und der FC Langenfeld möchte dies den beteiligten Vereinen nicht zumuten, , da gerade ein Endspiel um die Deutsche Meisterschaft einen entsprechenden Vorlauf für Planung und Organisation erfordert.
Unklarheit besteht weiter
Nach wie vor wird in der Öffentlichkeit heiß diskutiert, wie es dazu kommen konnte, dass der FC Langenfeld eine möglicherweise nicht spielberechtigte Spielerin aufgestellt hat. Aufgrund von Absprachen im Vorfeld war der Verein davon ausgegangen, dass Fabienne Deprez für das zeitgelich auf dem Programm stehende Sechs-Nationen-Turnier nicht mehr offiziell nominiert gewesen sei. Dieses Unklarheit, aber auch die moralische Verpflichtung, sich für die Spielerinnen und Spieler einzusetzen, führte dazu, dass FC Langenfeld Einspruch einlegte.
Durch die Rücknahme der Berufung bleibt die Frage nach dem Verständnis über eine offizielle Nominierung ungeklärt. Die Jugendspielordnung ist in diesem Punkt nicht eindeutig, ebenso wenig die Bundesligaspielordnung. Aus Sicht des FC Langenfeld besteht dort Nachbesserungsbedarf.
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