Fast 100 000 Zuschauer in Grafenberg
24.10.2011 | 18:54 Uhr 2011-10-24T18:54:00+0200
Düsseldorf. „Insgesamt können wir mit der Saison zufrieden sein. Natürlich werden wir uns alles nochmal im Detail anschauen. Aber die wichtigen Dinge waren in Ordnung. Beim Zuschauerzuspruch haben wir die Hunderttausender-Marke erreicht. Finanziell sind wir im kleinen Plus“, so bilanzierte Präsident des Düsseldorfer Rennvereins, Peter Michael Endres, die Grafenberger Galoppsaison 2011 nach dem Sonntagsfinale.
Die traditionellen Renntage waren, wie in der Vergangenheit, wieder die großen Zugnummern beim Publikum. Vorneweg der sportliche Höhepunkt der „Henkel-Preis der Diana – Deutsches Stuten-Derby“. Mit 400 000 Euro ist diese Europagruppeprüfung der höchsten Kategorie nach dem Hamburger Deutschen Derby das am zweithöchsten dotiertete Rennen der Bundesrepublik.
Dancing Rain lag vorn
An die 20 000 Besucher erlebten in diesem Jahr einen Auslandserfolg durch die Stute Dancing Rain. Trainer William Haggas hatte die dreijährige Stute kurzfristig nachgenannt und musste ein zehnfaches Startgeld in Höhe von 40 000 Euro auf den Tisch legen. Die Rechnung ist aufgegangen, denn der Siegpreis betrug schließlich 230 000 Euro. „Aber auch für uns war das natürlich ein reicher zusätzlicher Geldregen“, so Endres. „Dieses Rennen in unserem Programm ist schon ein toller Höhepunkt.“
Der Sparkassen-Renntag, die German 1000 Guineas und der BMW-Renntag mit weit über 10 000 Besucher, waren weitere Zuschauermagnete des Jahres.
Für Schlagzeilen sorgte auch der „NRZ-Galopper des Jahres 2010“, Lucas Cranach, aus dem Grafenberger Stall von Trainer Sascha Smrczek. Nach großen Erfolgen wurden die Kaufangebote für den vierjährigen Hengst zu lukrativ für die Neusser Besitzerin Erika Müller. Für einen hohen sechstelligen Betrag wechselte Lucas Cranach den Besitzer und wird nun in Australien (!) trainiert. Am ersten November soll er in Melbourne den mit 6,2 Millionen australische Dollar (rund xx Euro) dotierten Melbourne Cup bestreiten.
„Das ist für uns ein herber Verlust, aber verständlicherweise kann man bei einer solchen Kaufofferte nicht ,Nein’ sagen. Meine anderen Pferde sind aber auch in dieser Saison bisher gut durchgelaufen, so dass ich auf ein gutes Jahr blicken kann“, sagt Trainer Smrczek, der wie seine Kollegen Ralf Rohne und Ertürk Kurdu mit seinen Schützlingen gute Erfolge feiern konnte.
„Es ist ein weiterer Pluspunkt mittlerweile für uns, dass die Trainingszentrale Grafenberger Rennbahn bei den Pferdebesitzern gut ankommt und die Trainer ihre Boxen gut gefüllt haben“, sagt Endres. Der auch die Beliebtheit der Sonderveranstaltungen anführt. „Durch diese Events, Messen und kleineren Veranstaltungen können wir insgesamt den Rennbetrieb in diesem Umfang gewährleisten. Dazu kommt zum Glück unser fester Sponsorenstamm, die einer der wichtigsten Bestandteile unserer Finanzierung darstellen.“
Für die Saison 2012 sind erneut zehn Renntage geplant. „Darüber hinaus wollen wir aber versuchen, vielleicht noch zwei Termine neu dazu zunehmen, wenn wir dafür Sponsoren finden“, so Endres.
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