Ex-Fortune Anderson steht vor Comeback
12.02.2012 | 18:46 Uhr 2012-02-12T18:46:00+0100
Fast alle Zweitligapartien bestritt Anderson Soares de Oliveira, kurz Bamba Anderson, in der Saison 2009/2010 im Dress von Fortuna.
Nur zwei Begegnungen verpasste der seinerzeit im Team unangefochtene Stammspieler. Doch nach 32 Spielen und drei Toren fühlte sich der Innenverteidiger für höhere Aufgaben berufen und wagte bei Borussia Mönchengladbach das Experiment Bundesliga. Aber nach nur 16 Partien bei den „Fohlen“ war dieser Versuch gescheitert und der 24-Jährige wechselte zur aktuellen Saison zurück in die Zweitklassigkeit – zu Eintracht Frankfurt.
Und am Montagabend kehrt der Brasilianer nun zurück an die alte Wirkungsstätte. „Leider habe ich bei Frankfurt meinen Stammplatz aus der Hinrunde verloren“, meinte Anderson am Freitag kurz vor dem Vormittagstraining der Frankfurter im NRZ-Gespräch.
Des einen Leidist Andersons Freud
Seinen Platz in der Startelf verlor der Abwehrspieler zunächst an Winter-Neuzugang Amedick vom Bundesligisten 1. FC Kaiserslautern. Doch der ehemalige „Rote Teufel“ zog sich am Freitag eine Zerrung zu und fällt für das Spitzenspiel aus. Somit könnte Anderson ausgerechnet gegen die Fortuna sein Startelf-Comeback für die Eintracht geben. Des einen Leid wird möglicher Weise Andersons Freud. „Ich freue mich auf die Rückkehr“, so der Rechtsfuß.
Allerdings verbindet den Abwehrspieler kaum noch etwas mit den Rot-Weißen: „Ich hatte etwas Kontakt zu Marcel Gaus (FSV Frankfurt, d. Red.) und Claus Costa (VfL Osnabrück, d. Red.). Aber zu den aktuellen Spielern habe ich keinen Kontakt mehr.“
Anderson könnte durchaus als Fußball-Söldner bezeichnet werden. In den vergangenen vier Spielzeiten wechselte der Innenverteidiger gleich viermal den Verein. Dabei vergleicht der 1,88 Meter „große“ Akteur gerne seine ehemaligen Arbeitgeber miteinander. „Fortuna ist ein großer und Frankfurt ein megagroßer Klub“, erklärt Anderson.
Mit der Frage, ob es damals ein Fehler war, Fortuna in Richtung Gladbach zu verlassen, reagierte Anderson verunsichert: „Diese Frage kann ich nicht ehrlich beantworten. Das wäre eine Katastrophe.“
Die Gewissheit, alles richtig gemacht zu haben, hört sich wohl anders an. . .
0mitdiskutieren