Erst der Schweiß, dann die Erlösung
12.06.2008 | 19:36 Uhr 2008-06-12T19:36:53+0200FOOTBALL. Panther-Linebacker Richard Adjei hofft auf NFL-Anruf. Erkrankter Christian Mohr musste Camp in Sevilla passen.
Richard Adjei wird auch heute sein mobiles Telefon nicht aus den Augen lassen. Der ehemalige Rhein-Fire-Footballer hofft auf den großen Wurf. Konkret: Hofft auf einen mit rund 100 000 US-Dollar dotierten Ausbildungsvertrag in der National Football League (NFL). Bis heute Abend sollen nämlich jene Kandidaten, die in den vergangenen Tagen im Trainingscamp der nicht-amerikanischen Talente in Sevilla/Südspanien geschwitzt hatten, den erlösenden Anruf erhalten. NFL-Chefspäher Larry Dixon, Berater John Beake oder Camp-Organisator Tony Allen werden dann am anderen Ende der Leitung sein.
"Das Camp war hart. Zwei Trainingseinheiten am Tag bei über 30 Grad Celsius, Fragerunden im Klassenraum wie in der Schule und eine Tonart wie bei der Bundeswehr sollten jenen Druck simulieren, den man auch in der NFL zu spüren bekommt", beschreibt Adjei seinen schweißtreibenden Vier-Tage-Ausflug. Unter den 80 Probanten war nur noch sieben Deutsche. Außer Panther Adjei und dem mexikanischen Linebacker Ed Castaneda niemand vom einstigen Rhein-Fire-Team. Defensive End Christian Mohr musste grippeerkrankt passen.
"Ich habe einen guten Eindruck hinterlassen", glaubt Adjei. Ob's reicht? Mindestens acht, vielleicht sogar 16 Nicht-Amerikaner sollen ab August eine komplette Saison bei einem NFL-Team verbringen. Alternativen besitzt Adjei. 2007 gab es eine Anfrage aus der Canadien Football League, der zweithöchsten hinter der NFL. Und das Thema Viererbob (die NRZ berichtete) bleibt auch eines - für den Winter.
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