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2. Fußball-Bundesliga

Eins, zwei, drei, vier neue Köpfe

18.01.2012 | 21:32 Uhr
Eins, zwei, drei, vier neue Köpfe

San Pedro del Alcantara/Spanien. Wolf Werner war gestern spät dran. Erst um zwei Minuten vor 20 Uhr traf Fortunas Sportvorstand im Trainingslager-Hotel Guadalmina in San Pedro de Alcantara ein. Verpasste die erste Trainingseinheit auf dem Rasen des Marbella Football Centers, die bis 18.15 Uhr andauerte. Und die zweite Transferüberraschung war Werner auch nicht ganz gelungen. Am Dienstagabend hatte nämlich schon frecherweise die Internetseite des 13-maligen kroatischen Fußballmeisters Dinamo Zagreb den Leihtransfer von Innenverteidiger Tomislav Barbaric zum Fußball-Zweitliga-Tabellenführer gemeldet. Man kann eben nicht alles haben!

„Es gibt ein paarGedankenspiele“

Rechnet man den japanischen Spielmacher Yohei Kajiyama vom Zweitliga-Meister FC Tokio mit, wurden binnen neun Tagen eins, zwei, drei, nein, sogar vier neue Gesichter für das Team von Cheftrainer Norbert Meier geangelt. Den Anfang machte der finnische Angreifer Timo Furuholm (FC Inter Turku). Es folgte Leihkicker Adam Matuschyk (1. FC Köln). Dann Kajiyama, der als „loser Testkicker“ (so Werner) gestern am frühen Abend seinen ersten Trainingsauftritt hatte. Bekanntlich geht es in diesem Falle grob darum, möglicherweise mit dem J-League-Rückkehrer FC Tokio eine Kooperation zu vereinbaren. „Es gibt da ein paar Gedankenspiele“, so Werner. Über das Beratungsstudium ist man mit den Ostasiaten aber noch nicht hinaus.

Der 1,90 Meter große, kräftig gebaute Kroate Barbaric, der in der laufenden Saison zehn Erstliga-Einsätze für den aktuellen Tabellenführer Dinamo Zagreb absolviert hat, kommt bis zum Saisonende auf Leihbasis an den Rhein. Fortuna besitzt aber eine Kaufoption auf einen Dreijahresvertrag – ähnlich wie im Fall des Dänen Ken Ilsø im vergangenen Frühsommer. Den dynamischen Blondschopf löste Fortuna nach langem Hin und Her für 300 000 Euro vom Erstligisten FC Midtjylland aus Herning ab.

Noch fehlt derMedizin-Check

Bisher steht beim 19-maligen Junioren-Nationalspieler Barbaric allerdings noch der Medizin-Check aus. Ob der ins Trainingscamp mitgereiste Herzspezialist Dr. Ulrich Keil den Neu-Fortunen schon in Spanien unter die Lupe nimmt, war gestern unklar.

Mit Barbaric’ Transfer wurde ein offenbar schon länger schwelendes Vorhaben der Sportlichen Fortuna-Leitung umgesetzt. Schon im November gingen, im Zuge der hartnäckigen Zehverletzung (aus dem 0:0 in Aachen) nebst drohender Operation bei Assani Lukimya, die Überlegungen dahin, sich in der Innenverteidigung besser zu wappnen.

Mit den Startern Lukimya und Jens Langeneke, dem Spanier Juanan und eben Barbaric streiten nun vier Kicker um zwei Positionen.

Vorn entflammt Timo Furuholm den Konkurrenzkampf um die Angriffsposition. Der Pole Matuschyk will einen der beiden „Sechser“-Startplätze vor der Abwehr in Anspruch nehmen. Hier teilten sich bisher Andreas Lambertz, Adam Bodzek und Oliver Fink die Arbeit.

Der Tunesier Karim Aouadhi schaffte es nicht, sich hier einzumischen und wurde bekanntlich zu Afrika-Klubmeister Esperance Tunis in die Heimat entlassen. Aouadhis Rückennummer „4“ übernimmt übrigens Tomislav Barbaric. In der stillen Hoffnung, dass sie ihm möglichst mehr Glück bringen mag als seinem Vorgänger.

Michael Ryberg

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