Einfach nicht kaltschnäuzig
19.02.2012 | 20:24 Uhr 2012-02-19T20:24:00+0100
Düsseldorf. Besonders angefressen war Fortunas Innenverteidiger Jens Langeneke nach gestrigen 1:2-Niederlage beim TSV 1860 München – trotz einer ordentlichen Leistung der Flingerner. „Gute Spiele können wir uns sonstwo hinstecken!“ meckerte der 34-Jährige trotzig. Wohl auch, weil er am frühen Treffer zum 0:1 direkt beteiligt war.
Auch sein Kapitän Andreas Lambertz war nach der Begegnung sichtlich angesäuert. „Unser Manko ist, dass wir die vielen Torchancen, die wir ja ohne Zweifel hatten, nicht genutzt haben“, ärgerte sich der Mittelfeldstratege. Und fügte an: „Uns fehlt derzeit einfach die Kaltschnäuzigkeit.“
Dafür verantwortlich ist sicherlich auch das Fehlen von Antreiber Sascha Rösler gegen die „Löwen“ nach seiner Ampelkarte gegen Eintracht Frankfurt. „Wir waren auch ohne ,Rösi’ vorn gefährlich, aber einfach nicht entscheidend genug“, zeigte sich Lambertz genervt.
Trotz seines Treffers und dem Lob seines Trainers verbesserte sich die getrübte Stimmung aufgrund der Niederlage auch bei Offensivtalent Maximilian Beister nicht. „Ich hatte viele Chancen, aber einmal hält der Torwart überragend und beim zweiten Mal stand da einfach ein Spieler im Weg“, ärgerte sich die HSV-Leihgabe über seine vergebenen Einschussmöglichkeiten. Und fügte resignierend an: „Was soll ich da machen!?“
FORTUNA INTERN
HOOLIGANS:Schreckliche Szenen ereigneten sich bereits 24 Stunden vor der gestrigen 1:2-Niederlage von Fortuna beim TSV 1860 München. Auf dem Münchener Marienplatz wurde eine kleine Gruppe von Fortuna-Anhängern von etwa 25 TSV-Hooligans aggressiv angegangen. Bis zur Bewusstlosigkeit wurde dabei ein Flingerner Fan verletzt. Die gestrige Begegnung blieb dagegen frei jeglicher Gewalt und Ausschreitungen.
ANGESCHLAGEN: Nach einem Schlag auf den rechten Oberschenkel in der ersten Halbzeit musste dieser bei Fortunas Kapitän Andreas Lambertz gestern nach der Partie in München bandagiert werden.
TRAINING: Der Rosenmontag ist nicht nur zum feiern da! Heute bittet Fortunas Cheftrainer Norbert Meier seine Mannschaft um 10 Uhr zum Vormittagstraining und zur Aufbereitung der Niederlage beim TSV 1860. Der Dienstag ist, so jedenfalls steht es auf dem Übungsplan, erst einmal trainingsfrei. Am Mittwoch geht es um 10 Uhr weiter.
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