Ein langer, steiniger Weg für den VfL
11.08.2009 | 19:30 Uhr 2009-08-11T19:30:00+0200Der Aufsteiger aus Benrath will die Klasse halten. Trainer Reiter sieht den Klub langfristig in der Landesliga.
In der Saison 2003/2004 stiegen die Fußballer des VfL Benrath aus der Landesliga ab, nur zwei Jahre später standen die Schwarz-Weißen nach dem letzten Spieltag in der Bezirksliga auf Rang 15 und mussten fortan in der Kreisliga A antreten. In der vergangenen Spielzeit gelang dann die lang ersehnte Rückkehr in die Bezirksliga – und das soll erst der Anfang sein.
„Der Verein gehört dahin”
Langfristig möchte Trainer Stephan Reiter die Mannschaft wieder in die Landesliga bringen. „Der Verein gehört dahin”, betonte Reiter, „obwohl die finanziellen Möglichkeiten momentan beschränkt sind, kann das in der Zukunft gelingen!”
Dieses Vorhaben wird aber erst einmal beiseite gelegt. Im kommenden Fußballjahr wird zunächst der Klassenerhalt angepeilt. „Es wird ein langer, steiniger Weg werden”, glaubt Reiter, „aber ich bin der Meinung, dass man gegen jeden gewinnen und auch gegen jeden verlieren kann.”
Diese Einschätzung wurde bereits in der Vorbereitung bestätigt. Gegen den höherklassigen Landesligisten VfB Hilden gewannen die Benrather mit 2:1, gegen die unterklassigen A-Kreisligisten SC Vatangücü (1:3) und beim SC Unterbach (0:1) gingen die Schwarz-Weißen jedoch als Verlierer vom Feld.
Hinzu kamen die Partien beim Landesligisten SV Wersten (1:2) und zwei Remis gegen die A-Kreisligisten SC Neandertal (1:1) sowie gegen Sparta Bilk (2:2).
Trotz der durchwachsenen Ergebnisse in der Vorbereitung blickt Reiter optimistisch auf die neue Saison: „Wir sind eingespielt und haben unsere Stärken im schnellen Kombinationsspiel.”
Besonders positiv: Kein Akteur der vergangenen Saison verließ den Verein, vier Neuzugänge wurden geholt. Keeper Marcel Aust (SC Unterbach), Abwehrspieler Frank Steinhoff (A-Jugend Union Solingen), Mittelfeldmann Martin Sosniek (Benrath-Hassels) und Angreifer Gökhan Dalmis (FC Tannenhof), der in der abgelaufenen Saison 26 Treffer erzielte, ergänzen den Kader. „In der Bezirksliga sind bis auf Aust alle unerfahren. Aber die Neuen verstärken uns”, ist sich der Coach sicher.
Am Samstag steht die erste Generalprobe für den Aufsteiger an: Zum ersten Saisonspiel tritt der VfL beim DSV 04 an (Anstoß: 16 Uhr). Im vergangenen Jahr standen sich die beiden Teams schon im Kreispokal gegenüber, die Lierenfelder gewannen mit 3:2. „Wir hatten aber gut mitgehalten”, erinnerte sich Reiter. Der hofft dieses Mal, dass es zu mehr als nur einem Achtungserfolg reicht.
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