Ein Derby auf neutralem Boden

Zum Abschluss der Hinrunde in der Handball-Verbandsliga empfängt der TV Angermund heute (18.15 Uhr) den Sechsten TV Kettwig. Bis auf den Langzeitverletzten Björn Thanscheidt sind die Gastgeber komplett. Nach der unnötigen Niederlage in Lintorf fordert Trainer Michael Block gegen die Essener Wiedergutmachung.

Quasi auf neutralem Boden findet in der Landesliga das Derby zwischen der HSG Gerresheim und der SG Unterrath in der Sporthalle der Carl-Sonnenschein-Schule in Unterbach (heute, 19 Uhr) statt. HSG-Trainer Ralf Müller hofft, dass dennoch viele Gerresheimer die Mannschaft zum Heimspiel in fremder Halle begleiten werden, denn Unterstützung wird sie gegen den starken Aufsteiger sicherlich brauchen.

Vier Plätze, aber nur ein Punkt

In der Tabelle liegen die Unterrather zwar vier Plätze hinter der HSG, doch das täuscht: im dicht gedrängten Mittelfeld der Liga trennt sie nur ein Punkt. Müller respektvoll: „Die Unterrather spielen eine starke Saison und präsentierten sich für einen Aufsteiger hervorragend. Wir müssen auf der Hut sein und brauchen eine konsequente Chancenauswertung, um so die SGU nicht zu ihren gefährlichen schnellen Gegenstößen kommen zu lassen. Grundsätzlich sehe ich aber im spielerischen Bereich ich ein kleines Plus für uns.“

Über solche Komplimente freut sich natürlich SGU-Trainer Burkhard Räker, bleibt aber demütig: „Wir haben als Aufsteiger bislang schon etwas über unseren Möglichkeiten gespielt, während die Gerresheimer sich mit ihrer starken Truppe etwas unter Wert verkauft haben. Ich hoffe natürlich, dass wir dort punkten können um uns weiter im Mittelfeld zu etablieren. Dies dürfte allerdings sehr schwer werden.“

Personell steht dem zumindest nichts im Wege, da er seine Bestbesetzung ins Rennen schicken kann, während Müller weiterhin auf den Langzeitverletzten Nils Kossmann verzichten muss und zudem Thomas Kuberski aus beruflichen Gründen nicht zur Verfügung steht.

Die Trauben hängen hoch

Punktgleich mit dem Zweiten HSV Dümpten gehört die HSG Velbert/Heiligenhaus zum Spitzentrio der Landesliga, welches von der DJK Styrum angeführt wird. Entsprechend hoch hängen für die HSG Jahn/SC West die Trauben in Velbert. „Das ist für uns der zweite dicke Brocken in Serie. Velbert hat das gleiche Kaliber wie am vergangenen Wochenende Dümpten. Wenn wir dort etwas holen, wären das absolute Bonuspunkte“, betont daher auch Trainer Markus Wölke vor dem Duell.

Gegen Dümpten (26:31) waren die Oberkasseler zumindest lange Zeit einer Überraschung nahe. Da stand allerdings noch Konrad Scharping im Kader, der mit elf Feldtoren gefährlichster Werfer war. Aufgrund einer Erkrankung ist sein Einsatz gefährdet.