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Deutsche Eishockey-Liga

Düsseldorfer EG feiert 3:2-Penaltyerfolg bei Ausgsburger Panthern

25.01.2013 | 22:52 Uhr
Düsseldorfer EG feiert 3:2-Penaltyerfolg bei Ausgsburger Panthern

Düsseldorf. Ersatztorsteher Felix Bick präsentierte sich wie schon vor rund zehn Monaten im Play-off-Viertelfinale gegen Ingolstadt als sicherer Rückhalt und Ersatz für den verletzten Stammkeeper Bobby Goepfert . Erneut wuchs der aus Schwenningen stammende Blondschopf am Freitagabend über sich hinaus und hielt mit starken Paraden beim 3:2 (1:0, 0:2, 1:0, 0:0, 1:0)-Penaltyerfolg bei den Augsburger Panthern zwei Punkte fest. Dank einer größeren Kraftreserve drehten die DEG-Eishockeycracks die Partie nach 1:2-Rückstand in den Schlussminuten noch und präsentierten sich bei den Sololäufen mit ihren Verteidigern sowie Siegtorschütze Colin Long treffsicher.

„Die Mannschaft hat nie aufgegeben und sich am Ende viele Chancen herausgespielt. Vor allem Felix Bick hat uns jedoch im Spiel gehalten. Es ist toll, endlich auch wieder auswärts gepunktet zu haben“, betonte Trainer Christian Brittig. Es waren die ersten Zähler auf fremdem Eis seit dem 30. November bei der 3:4-Verlängerungsniederlage in Nürnberg.

Handgelenksschuss zur Führung

Bei frostigen Temperaturen im noch immer auf einer Seite offenen Curt-Frenzel-Eisstadion zeigten sich die Raubkatzen von Beginn an vom erst 20-jährigen Youngster im rot-gelben Gehäuse beeindruckt. Hatte AEV-Trainer Larry Mitchell den Torsteher doch eigentlich als Schwachstelle auserkoren. So rollte eine Angriffswelle nach der anderen auf das DEG-Tor. Jedoch ohne Erfolg. Im Gegensatz zum Brittig-Team. Dieses agierte zwar defensiver als in den Spielen zuvor, kam jedoch immer wieder zu gefährlichen Kontern.

DEG
Nächster SOS-Ruf - DEG braucht 300.000 Euro

Die aktuelle Saison in der Deutschen Eishockey-Liga ist aus DEG-Sicht offenbar nur mit einem privaten Darlehen wirklich gesichert. Die Spielzeit 2013/14 steht weiterhin auf tönernen Füßen. Sogar ein Zweitligaklub steht schon in den Startlöchern, um die DEG aus der DEL zu vertreiben.

Einen davon nutzte Schweden-Import Calle Ridderwall 167 Sekunden vor der ersten Drittelpause zur Führung. Nach einem kapitalen Fauxpas im AEV-Aufbauspiel sprang Travis Turnbull aufmerksam dazwischen, legte ab auf den Torschützen und dieser drosch die schwarze Hartgummischeibe aus spitzem linken Winkel mit einem satten Handgelenksschuss durch die „Hosenträger“ von Panther-Keeper Patrick Ehelechner.

DEG am Drücker, Augsburg trifft

Im zweiten Durchgang erhöhten die Augsburger dann noch mal den Druck. Die DEG fand sich minutenlang im eigenen Drittel eingeschnürt. Erst eine Auszeit brachte das Brittig-Team zurück in die Begegnung. Doch kaum angekommen und in Überzahl mit Möglichkeiten durch Rome, Long sowie Paris landete der Puck auf einmal im eigenen Kasten. Gestern schien zunächst immer das Team zu treffen, welches nicht am Drücker war. Innerhalb von nur 110 Sekunden drehte der AEV die Partie zum 2:1 – jeweils ohne Abwehrchance für Torsteher Felix Bick. Zunächst bediente Derek Whitmore den frei am langen Pfosten stehenden Sergio Somma. Der zweite Streich war in Überzahl eine Kopie des ersten.

Im Schlussdurchgang wendete sich jedoch das Blatt. Die DEG war nun das bestimmende Team und spielte die teilweise überforderten Hausherren an die Wand. Scheiterten zunächst gleich drei Cracks innerhalb kürzester Zeit am AEV-Torsteher, brachte Travis Turnbull seine Farben fünf Minuten vor Schluss nach einer Kurz-Pass-Stafette über Bostrom und Ridderwall doch noch zum verdienten Ausgleich – und in die am Ende siegbringende Verlängerung samt Penaltyschießen.

Mareike Scheer



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