Duell der Präsidenten auf der Rennbahn

Als 1988 Mesut Özil, Conchita Wurst und Rihanna das Licht der Welt erblickten, schloss der hiesige Rennverein mit der Düsseldorfer BMW-Händlergemeinschaft einen folgenschweren Kontrakt. Der erste „BMW“-Renntag wurde geboren und damit der Anfang einer Erfolgsgeschichte. Bis heute ist dieser Renntag ein fester Termin im Düsseldorfer Rennkalender und ein Publikumsmagnet. Die Treue zueinander hat sich für beide Seiten ausgezahlt.

„Ein absoluter Glücksfall ist diese Verbindung für uns. BMW bietet ein besonderes Event für seine Kunden und wir können mit dem Sponsor im Rücken ein Rennprogramm mit hohem Anspruch liefern. Der lange Zeitraum der Zusammenarbeit ist in der Sponsorenlandschaft absolut bemerkenswert“, so Günther Gudert, der Geschäftsführer des Rennvereins.

Im Mittelpunkt steht heute der mit 25 000 Euro dotierte „BMW Preis Düsseldorf“ über 2100 Meter für dreijährige Stuten. Hier kommt es nach der „Papierform“ zum Duell der Präsidenten des Rennvereins. Für Peter Michael Endres startet Auenlee, die ein siegreiches Debüt hinlegte. Trainer Jens Hirschberger hat eine hohe Meinung von der Vollblüterin. „Jetzt ist die Konkurrenz aber erstklassig, da heißt es Farbe bekennen“, meint der Coach aus Mülheim a.d.Ruhr. Ihre herausragende Klasse hat Gegnerin Nymeria von Vizepräsident Albrecht Woeste schon mehrfach unter Beweis gestellt.

Niederlage war großer Erfolg

Die Stute unter der Obhut des Kölners Waldemar Hickst verpasste nur knapp im Klassiker „German 1000 Guineas“ den Sieg. Die Stute, die rund 61 000 Euro in ihrer bisherigen Karriere eingaloppiert hat, musste sich nur knapp der Siegerin Full Rose geschlagen geben. Für Albrecht Woeste war das keine Niederlage, sondern ein großer Erfolg. „In einem Klassiker Zweiter zu sein, da kann man sich nicht beschweren. Das ist ein tolles Gefühl“, so der Vizepräsident. Nach dieser Leistung ist Nymeria die Favoritin des Rennens, doch ein Fragezeichen bleibt für die Pferdewetter, Trainer und Besitzer bis zum Ende der Prüfung. Die Stute ist über die Distanz von 2100 Meter noch nicht gelaufen.

Am vergangenen Sonntag feierte der Schweizer Miguel Lopez seinen 31. Geburtstag und hat heute eine gute Chance sich mit einem Sieg selbst zu beschenken. Der Jockey, der am Stall von Sascha Smrczek tätig ist, steuert im Rahmenprogramm Saturday. „Bei meinen anderen Engagements reite ich Außenseiter und hoffe hier auf angenehme Überraschungen.“

Sein Trainer Smrczek bietet heute insgesamt acht Pferde auf. Am Donnerstag war der Trainer mit Artiste Time noch in Frankreich erfolgreich und hat so schon insgesamt 28 Siege auf dem Konto. Auch die Gewinnsumme von 450 000 Euro ist bemerkenswert. „Ein paar Platzierungen rechne ich mir aus und hoffe auch auf Siege, doch die Konkurrenz ist schon stark“, so Smrczek verhalten optimistisch.

Rennbeginn ist heute um 13.40 Uhr mit einem Ponyreiten. Der Rennverein bittet seine Besucher derweil um rege Nutzung des Shuttleverkehrs. „Gleichzeitig findet noch ein Tennisturnier statt und erfahrungsgemäß sind unsere Parkplätze direkt an der Rennbahn schnell besetzt“, so Günther Gudert.


Exklusiv für die Leser der NRZ tippt der Düsseldorfer Jockey Miguel Lopez die Sieger für den heutigen Grafenberger Renntag.

1.Rennen: Ponyrennen

2.Rennen: Polarstern

3.Rennen: Lucy Bee

4.Rennen: Larra Chope

5.Rennen: Dreamworks

6.Rennen: Leonido

7.Rennen: Danon Attacker

8.Rennen: Auenlee

9.Rennen: Swordshire