Dr. Dunk stutzt den BasCats die Krallen
04.12.2011 | 17:06 Uhr 2011-12-04T17:06:00+0100
Düsseldorf. Ein Drei-Punkte-Wurf hier, ein Monsterblock dort und natürlich wurde der Ball per Dunk in die Reuse gestopft. Nur eines vermissten die offiziell 2118 Zuschauer in der Halle an der Karl-Hohmann-Straße: Spannung. Die Zweitliga-Basketballer der Giants schöpften erstmals ihr Leistungspotenzial aus und stutzten den Cuxhaven BasCats beim 74:52 (37:23)-Erfolg gehörig die Krallen.
„Kein Spiel ist perfekt, aber diesmal ist uns fast alles gelungen“, betonte der Spieler des Abends. Patrick Flomo legte ein Double-Double aufs Parkett: 20 Punkte und zehn Rebounds markierte der Center, den alle nur „Dr. Dunk“ nennen. Die beiden wichtigsten Einzelstatistiken hatte Flomo damit zweistellig gestaltet.
„Wir haben uns perfekt an die Vorgaben unseres Trainers gehalten und das Spiel unter dem Korb mit einer starken Teamleistung dominiert. Das war unser Ziel“, bekräftigte der 2,03-Meter-Riese.
Vom ersten Sprungball an präsentierten sich die aufstiegsambitionierten Giants bärenstark. Und mit Shooting Guard Philipp Friedel in Wurflaune. Acht Punkte hatte der 24-Jährige in den ersten zehn Minuten schon verbucht.
Triste Rückkehr
Mit 21:8 ging bereits das erste Viertel an das Team von Trainer Murat Didin. Und je länger das Spiel lief, desto beeindruckender wurde die defensive Arbeit der Giganten. Aber auch bei den Rebounds und den „Dreiern“ waren die Gastgeber den Cuxhavenern klar überlegen. Die mit nur acht Spielern angetretenen und mit Verletzungen arg gebeutelten Nordlichter wurden zwar lautstark von ihren rund 30 mitgereisten Fans unterstützt – auf dem Spielfeld gerieten die BasCats aber immer mehr ins Hintertreffen.
So erlebte Ex-Gigant Dorian McDaniel eine triste Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte. Der Power Forward spielte zwar mehr als 35 Minuten – viel gelingen wollte dem Modellathleten aber nicht. Als einziger Werfer der Cuxhavener blieb der 24-Jährige ohne Punkt.
Die Giganten entwickelten hingegen immer mehr Selbstbewusstsein, was sich auch an der starken Vorstellung von Point Guard Marin Petric – zehn Punkte und fünf Rebounds – ablesen ließ.
„Egal mit welcher Verteidigungsstrategie wir es auch versucht haben, wir haben die Giants einfach nicht stoppen können“, betonte der erst 22-jährige lettische Gäste-Trainer Krists Plendiskis.
Noch ein weiter Weg
Bis zum Schlussviertel hatten die Reisholzer mit einer 28-Punkte-Führung die Weichen endgültig auf Sieg gestellt. Obwohl Topspieler Aubrey Reese zwischendurch erneut geschont wurde. So erhielten die Auswechselspieler von der Bank, Sascha Kesselring sowie Sadam Eco, gegen ihren Ex-Klub ungewohnt viel Spielpraxis.
„Dennoch ist es noch ein weiter Weg, um unser hohes Ziel zu erreichen“, betonte Coach Didin. Schließlich zählt nur der BBL-Wiederaufstieg.
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