DJB-Präsident Frese wettet auf einen ausverkauften Tag
19.02.2010 | 16:19 Uhr 2010-02-19T16:19:00+0100Düsseldorf. Der Grand Prix wird am Samstag und Sonntag erstmals in der Düsseldorfer Philipshalle ausgetragen. Rund 400 Judoka aus 50 Nationen kämpfen in 14 Gewichtsklassen um Weltranglisten-Punkte und Siegprämien. Auch Benjamin Behrla ist dabei.
Peter Frese hat derzeit eine Wette laufen. Und die Chancen stehen gut, dass der Präsident des Deutschen Judo-Bundes diese auch gewinnt. Auf einen ausverkauften Tag hat Frese bei der ersten Auflage des „Grand Prix” in der Philipshalle gesetzt. Der startet in der Oberbilker Halle sowohl am Samstag als auch am Sonntag um 9.30 Uhr. Und für jeden einzelnen der beiden Tage wurden bislang je 2000 der 2500 erhältlichen Tickets abgesetzt.
Seinen Wetteinsatz wollte der Judo-Chef indes nicht verraten. Frese hofft ohnehin vielmehr auf ein besseres Abschneiden der deutschen Athleten, als beim Vorjahres-Grand-Prix in Hamburg. Da waren die heimischen Judoka ohne eine Medaille geblieben.
Weltranglistenpunkte
und Siegprämien
Rund 400 Judoka aus 50 Nationen werden in den 14 Gewichtsklassen in der Philipshalle um Weltranglisten-Punkte und Siegprämien kämpfen. Insgesamt werden 100 000 US-Dollar ausgeschüttet. Der Weg zum Ziel könnte allerdings schnell vorbei sein. Jede Runde wird im K.o.-Modus ausgetragen. Wer verliert, hat Feierabend. Die Teilnehmerfelder sind hochkarätig besetzt. Vier Olympiasieger und fünf Weltmeister gehen auf die Matte.
Zumindest im Damen-Bereich stehen die Chancen gut, dass Frese Grund zum Jubeln hat. Auch wenn nicht alle Athletinnen in Top-Form sind, weil zu Jahresbeginn Grippe und Erkältungen im Team umgingen, sieht Bundestrainer Michael Bazynski den beiden Wettkampftagen optmistisch entgegen: „Die Japanerinnen sind die klare Nummer eins. Gegen die wird es nicht leicht. Aber wir haben eine starke Mannschaft beisammen”.
Große Hoffnungen liegen dabei auf Heide Wollert aus Lepizig, die in der Gewichtsklasse bis 78 Kilogramm antritt. Am vergangenen Wochenende landete die Weltranglistenfünfte beim „Grand Slam” in Paris nach einer Viertelfinalniederlage auch auf Rang fünf – wie Teamkollegin Luisa Malzahn (Halle).
„Düsseldorf ist ein gutes Pflaster für mich. Ich will ein besseres Ergebnis als in Paris”, sagt die 27-Jährige und verweist auf die Silbermedaille, die sie 2003 bei der EM in der Philipshalle gewann.
Weniger gut werden hingegen die Chancen der deutschen Männer eingeschätzt. Ole Bischof, 2008 Olympiasieger in Peking, verzichtet auf einen Start in der Klasse bis 81 Kilogramm. Weil der Student der Volkswirtschaft im Prüfungsstress steckt. Mit Andreas Tölzer (Nackenverletzung) fehlt der einzige Kämpfer, dem Chancen in der Gewichtsklasse über 100 Kilogramm eingeräumt werden könnten.
Dimitri Peters (Rotenburg) und Benjamin Behrla (Walheim) werden bei guter Tagesform im Wettbewerb bis 100 Kilo immerhin Überraschungen zugetraut.
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