„Die Kritik hat mir wehgetan!“

Fortuna-Vorstandschef Dirk Kall sprach im Interview mit der NRZ über die aktuelle Situation des Vereins.

Düsseldorf. Gestern Vormittag trat Helmut Schulte seinen letzten Gang als Funktionär der Fortuna an. Der am Montag durch den Aufsichtsrat von seinen Aufgaben als Sportvorstand entbundene Manager verabschiedete sich beim Vormittagstraining von der Mannschaft des Fußball-Zweitligisten. Ein Schritt, der nicht nur dem 57-Jährigen schwer gefallen sein dürfte. „Mir tut es vor allem menschlich sehr, sehr leid für Helmut Schulte, ich schätze ihn sehr“, sagte Fortunas Vorstandschef Dirk Kall gestern Abend im Gespräch mit der NRZ. „So leid es mir menschlich auch tut, aber wir haben jetzt keine andere Chance, als die Entscheidung des Aufsichtsrates zu respektieren und zu akzeptieren. Die Entscheidung ist so und es steht mir nicht zu, diese in irgendeiner Art und Weise zu kommentieren.“

Kall, der wie Schulte im Zuge der desaströsen Rückrunde zunehmend ins Zentrum der öffentlichen Kritik rückte, dementierte Gerüchte, wonach auch sein Posten als Vorstandsvorsitzender vom Aufsichtsrat in Frage gestellt werden könnte: „Ich stehe zum Aufsichtsratsvorsitzenden Marcel Kronenberg in einem engen Kontakt und habe nichts dergleichen gehört. Ich habe die öffentliche Kritik an mich herangelassen und mich intensiv mit ihr beschäftigt. Ich habe Fehler gemacht, aber es war auch nicht alles schlecht! Ich nehme die Kritik der Fans sehr ernst. Wir müssen jetzt alle gemeinsam nach vorne schauen, geschlossen auftreten und vor allem das Vertrauen zurückgewinnen. Jetzt heißt es arbeiten, arbeiten, arbeiten!“

An erster Stelle steht dabei natürlich die Kaderplanung für die kommende Saison, die nach der Entlassung von Helmut Schulte nun vom zukünftigen Cheftrainer Frank Kramer und der Scouting-Abteilung forciert wird. „Helmut Schulte war in der Kaderplanung schon sehr weit fortgeschritten und hat für eine reibungslose, vorbildliche Übergabe gesorgt“, lobt Kall.

„In unserer derzeitigen Situation müssen jetzt alle Hände mit anpacken. Die Mannschaft hat das nicht alleine verbockt, es liegt an uns allen, nun Zuversicht und Vertrauen auszustrahlen. Es ist nicht alles schlecht, was war und ist!“

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