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Deutsche Eishockey-Liga

Die Höhepunkte überwiegen im ersten Saisondrittel der DEG

05.11.2012 | 22:00 Uhr
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Die Höhepunkte überwiegen im ersten Saisondrittel der DEG
Bei der DEG gab es zuletzt öfter Grund zum Jubeln.Foto: Kai Kitschenberg / WAZ FotoPool

Düsseldorf.  Mit viel Leidenschaft und Kampfgeist hat das junge Team von Trainer Christian Brittig in den ersten 18 Saisonspielen überzeugt. Zudem prüft die DEG, Einspruch gegen die am Montagabend verhängte die Fünf-Spiele-Sperre nach einer Matchstrafe gegen Verteidiger Marc Zanetti einzulegen.

Bei ihrem sensationellen 4:3-Penaltyerfolg über die Eisbären Berlin mit den zwei Top-Stars Claude Giroux und Daniel Brière aus der National Hockey League verabschiedeten sich die DEG-Eishockeycracks am Sonntag mit einem Paukenschlag in die Länderspielpause. 18 Spieltage in der Deutschen Eishockey-Liga sind absolviert. Etwas mehr als ein Drittel. Und somit Zeit, ein erstes Fazit rund um die (finanziell) neu aufgestellten Rot-Gelben zu ziehen.

Auch aus der finanziellen Not heraus geboren – mit nur noch rund 3,5 Millionen Euro im Etat ist die DEG nach dem Ausstieg von Namenssponsor Metro im unteren DEL-Drittel anzusiedeln – setzt Trainer Christian Brittig auf viele Youngsters. Zuletzt waren teilweise gar acht Akteure der Jahrgänge 1990 und jünger gleichzeitig im Kader zu finden. Dem Nachwuchs wird auf dem Eis das Vertrauen geschenkt. Und dieser zahlt es mit guten Leistungen zurück. So wie am Sonntag der 19-jährige DEL-Debütant Maik Klingsporn zusammen mit dem ein Jahr älteren Manuel Strodel und dem 21-jährigen Alexander Preibisch. Mit viel Einsatz schaltete das Trio die NHL-Stars der Berliner aus, als würde dies zu ihrer täglichen Arbeit gehören. Mit nicht mehr, aber auch nicht weniger als dem nötigen Respekt.

Anders als noch in den vergangenen Jahren sind die Youngsters ein fester Bestandteil der Mannschaftsstruktur. Und der Teamgeist ist bislang der große Garant für die 20 Punkte aus sieben Siegen bei elf Niederlagen. Mit viel Leidenschaft und Kampfgeist hat das Team um Kapitän Daniel Kreutzer mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung immer wieder Ausrufezeichen gesetzt. Als Höhepunkte sind hier wahrlich der jüngste Sieg über Berlin und der 6:2-Erfolg über Mitfavorit Hamburg vor zwei Wochen zu nennen. Doch auch die kleinen Erfolge müssen hervorgehoben werden. So der Punkteraub bei den mehr als doppelt so „schwer“ aufgestellten Mannheimern, bei denen man erst mit 1:2 nach Verlängerung unterlag. Gleiches gelang noch einmal beim ERC Ingolstadt.

Fester Glaube an den Sieg

Selbst von zahlreichen Ausfällen um die Langzeitverletzten Michael Catenacci (Gehirnerschütterung) und Tino Boos (Adduktorenprobleme) lassen sich die „jungen Wilden“ nicht stoppen. „Wir gehen in jedes Spiel mit dem Glauben, dass wir jeden schlagen können“, bringt Youngster Preibisch den Teamgeist auf den Punkt. Zudem weiß die Mannschaft mit Torsteher Bobby Goepfert einen großen Rückhalt im Gehäuse, der schon so manchen Punkt festgehalten hat.

Um das große Ziel, Platz zehn zur Teilnahme an der ersten Play-off-Runde, zu erreichen, benötigt die DEG noch rund 56 Punkte aus den verbleibenden 34 Saisonspielen. Seit Einführung der Pre-Play-offs zur Spielzeit 2006/07 wurden am Ende rund 76 Zähler benötigt. Aktuell haben die Rot-Gelben als Tabellendreizehnter drei Zähler weniger als Krefeld auf Rang zehn, für den bislang nach 18 Spieltagen rund 22,5 Punkte nötig waren.

Die DEG liegt leicht hinter dem Schnitt. Das erste Drittel ist dennoch positiv zu bewerten. Zumal sich die Mannschaft mit ihrem Einsatz so weit in die Herzen der Fans gespielt hat wie lange kein Team davor. Und besitzt mit den jungen Spielern noch mehr Potenzial.

DEG-Splitter

SPERRE: Der DEL-Disziplinarausschuss hat Verteidiger Marc Zanetti nach der Matchstrafe im Spiel gegen München wegen eines Checks gegen Viktor Ekbom (Nasenbeinbruch) für fünf Spiele gesperrt. Dazu muss der Italo-Kanadier 1500 Euro Strafe zahlen. Jedoch nicht wegen eines Checks gegen den Kopf, den die Schiedsrichter moniert hatten, sondern wegen eines unkorrekten Körperangriffs mit Verletzungsfolge. „Wir werden innerhalb der dreitägigen Frist überlegen, Einspruch einzulegen. Das ist absolut zu viel. Es war kein Foul. Die Verletzung ist erst beim Aufprall auf das Eis entstanden“, betonte Manager Walter Köberle auf NRZ-Nachfrage.

VERLETZUNG: Drew Paris wird nach einem Check von Münchens Wheeler und einer dabei zugezogenen Innenbanddehnung im rechten Knie vermutlich nach der Länderspielpause am 16. November in Augsburg wieder auflaufen.

NATIONAL: Daniel Fischbuch wurde von Bundestrainer Ernst Höfner für das am Donnerstag startende Vier-Nationen-Turnier der U 20 in Norwegen nominiert.

Mareike Scheer

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