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Deutsche Eishockey-Liga

Die DEG feiert nach einem Penalty-Krimi

02.11.2012 | 23:02 Uhr
Die DEG feiert nach einem Penalty-Krimi

Düsseldorf. Die DEG-Eishockeycracks sind gestern Abend nach zuletzt drei Niederlagen in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Mit großem Kampf rettete Youngster Manuel Strodel seine Farben im Duell mit dem EHC München mit dem Ausgleich kurz vor Ende der regulären Spielzeit zunächst in die Verlängerung. Kurz darauf ließ Schweden-Import Calle Ridderwall die DEG mit dem entscheidenden Strafschuss beim 3:2 (1:1, 0:1, 1:0, 0:0, 1:0)-Penaltyerfolg am Ende jubeln. Und verwandelte den Rather Dome mit 4084 Fans in einen Hexenkessel.

Die „jungen Wilden“ sehnen allerdings dennoch die Länderspielpause am nächsten Wochenende herbei. Nicht nur, um die merklich leerer werdenden Akkus aufzufüllen. Sondern auch, weil das Team nach der diskussionswürdigen Matchstrafe gegen Marc Zanetti, der mit Münchens Viktor Ekblom in der Verlängerung zusammengestoßen war, erneut Personalsorgen plagen.

Drei neue Verletzte

Das Lazarett hat sich um drei Personen erweitert. Stürmer Henry Martens erlitt bei der 1:6-Niederlage am Mittwoch in Mannheim eine Gehirnerschütterung. Was sich erst während einer Trainingseinheit am Donnerstag herausstellte, als Martens über Unwohlsein klagte. Allrounder Jannik Woidtke stoppt eine Entzündung im Rücken, die in die Beine ausstrahlt. Zu allem Überfluss verletzte sich gestern nun auch noch Verteidiger Drew Paris.

Der Kanadier wurde vom Münchener NHL-Star Blake Wheeler in der zehnten Spielminute gegen das rechte Knie gecheckt. Folge: Innenbanddehnung beim DEG-Crack, Spieldauerstrafe für den DEL-Debütanten im EHC-Trikot, der erst gestern am Rhein gelandet war.

Kurios an der Geschichte: Bis zu diesem Zeitpunkt waren die Rot-Gelben das spielbestimmende Team, das zudem bereits nach 137 Sekunden in Führung gegangen war. Dem norwegischen Nationalspieler Andreas Martinsen gelang im 17. DEL-Spiel endlich der langersehnte erste Torerfolg der Saison. Der Stein, der dem 22-jährigen Wikinger, dessen Vater einst für die Arbeit aus dem ostafrikanischen Binnenstaat Uganda ins Land der Fjorde ausgewandert war, vom Herzen fiel, hätte man fast im weiten Hallenrund auf das Eis plumpsen hören können.

In der siebten Spielminute hatte Travis Turnbull dann gar frei vor dem Tor das 2:0 auf dem Schläger. Als dann allerdings Wheeler frühzeitig unter die Dusche musste, glitt dem Brittig-Team das Spiel von den Schlägern. Anstatt die Führung bei der folgenden fünfminütigen Überzahl auszubauen, fing sich die Mannschaft einen Konter zum Ausgleich ein.

In der eigenen dritten Powerplay-Situation ließen die Gäste dann gar das 2:1 folgen. Torschütze Mike Kompon überwand den erneut starken DEG-Schlussmann Bobby Goepfert nach einem Wechselfehler der Vorderleute wie schon bei seinem ersten Streich mit einer Körpertäuschung, um die Scheibe dann durch die „Hosenträger“ zu legen.

Und auch im Schlussabschnitt sollten die „jungen Wilden“ nicht mehr zu ihrem Spiel zurückfinden. Die Münchener waren immer einen Schritt schneller. Zudem bleibt die Effektivität im Angriff weiter die Achillesferse bei Kapitän Daniel Kreutzer und seinen Mannschaftskollegen.

DEG-Trainer Christian Brittig zeigte sich am Ende eines spannenden Eishockey-Abends dennoch rundum zufrieden: „Wir haben gut gegen den Druck des Gegners verteidigt und im Schlussdrittel den Kopf nicht verloren.“

Mareike Scheer

Kommentare
03.11.2012
13:53
Die DEG feiert nach einem Penalty-Krimi
von typ123 | #2

Die Matchstrafe gegen Zanetti war absolut lächerlich und überzogen. Aber so präsentieren sich die Schiedsrichter seit längerem im Dome.....

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Die DEG feiert nach einem Penalty-Krimi
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2012-11-02 23:02
Düsseldorf