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Die Baskets ringen den Tabellenführer nieder

04.11.2012 | 23:00 Uhr
Die Baskets ringen den Tabellenführer nieder
Packende Duelle lieferten sich die Baskets um Kendall Chones mit den Kontrahenten aus Karlsruhe.Foto: Lars Heidrich/WAZ Foto Pool

Durch den 74:71-Erfolg gegen Karlsruhe setzt sich das Team in der Spitzengruppe fest. Greene zieht es nach Kuwait.

Es waren nervenaufreibende Momente, die Baskets-Routinier Marin Petric Sonntagabend alleine mit sich und dem Basketball an der Freiwurflinie verbrachte. 27 Sekunden waren im Spitzenspiel gegen Tabellenführer BG Karlsruhe noch zu spielen, doch Petric, der von den Karlsruhern gleich zweimal per Foul an die Linie geschickt wurde und dessen Team zu diesem Zeitpunkt nur mit zwei Punkten führte, spielte seine ganze Routine aus, verwandelte drei der vier Versuche eiskalt und warf die Baskets letztendlich mit dem 74:71 (18:19, 33:38, 51:53)-Erfolg vorerst zu einem Stammplatz in der Spitzengruppe der zweiten Liga.

Dabei wurde Sebastian Greene, der seinen Vertrag überraschend aufkündigte und ab dem 18. November an der amerikanischen Universität in Kuwait (AUK) als Studienberater jobbt, nicht vermisst. Die Nullnummer vom Freitag in Göttingen (77:92) hinterließ bei den Baskets im ersten Viertel dennoch ihre Spuren. In der Abwehr kamen die Reisholzer oft den entscheidenden Schritt zu spät. Binnen der ersten drei Zeigerumdrehungen des zweiten Viertels schickte Nico Adamczak aber im Gegenzug den Ball im Minutentakt aus der Distanz durch die Reuse. Die Führung wechselte derweil munter von Wurf zu Wurf. Das 33:38 zur Halbzeit hinterließ Steigerungspotenzial.

Offensivfeuerwerk in 90 Sekunden

Die erste Zehn-Punkte-Führung der Karlsruher diente den Baskets als Wachmacher. Binnen 90 Sekunden warfen sie dem Tabellenführer ein Offensivfeuerwerk um die Ohren: Adamczak und zweimal Ceyhan Pfeil aus der Distanz, dazu ein Drei-Punkt-Spiel von Kendall Chones, verwandelten den Rückstand in eine 45:43-Führung. Letztere geriet im Schlussviertel zusehends in Gefahr. 52 Sekunden vor der finalen Sirene egalisierte Jaivon Harris zum 69:69. Karlsruhe um Ex-Düsseldorfer Eric Vierneisel drängte die Baskets fortan an die Freiwurflinie, hatte dabei allerdings Petric’ Nervenstärke nicht auf dem Zettel.

Baskets: Adamczak (21), Chones (15), Petric (12), Pfeil (8), Flomo (6), Gary Johnson (5), Tzakopolous (3), Dominique Johnson (2), Darden (2), Floyd.

Karlsruhe: Harris (16), Richardson (12), Roessler (9), Stockton (9), Black (8), Hauer (7), Vierneisel (4), Rüeck (3), Menck (3).

Zuschauer: 500.

Wurfbilanz: Baskets 27 von 65 (42 Prozent), Karlsruhe 28 von 57 (49 Prozent).

Freiwurfbilanz: Baskets 9 von 10 (90 Prozent), Karlsruhe 6 von 12 (50 Prozent).

Rebounds: Baskets 32, Karlsruhe 33.

Marcus Gülck



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